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Repressionen im IranUN: Teheran lässt seit Beginn des Iran-Kriegs mindestens 21 Menschen hinrichten

29.04.2026, 12:51 Uhr
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(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Die Führung in Teheran hat nach UN-Angaben seit Beginn des Iran-Kriegs mindestens 21 Menschen aus politischen Gründen hinrichten und mehr als 4000 Menschen festnehmen lassen.

"Mindestens neun Menschen wurden im Zusammenhang mit den Protesten vom Januar 2026 hingerichtet, zehn für eine mutmaßliche Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen", teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Mittwoch mit. Den Festgenommen werden demnach Vorwürfe im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit gemacht.

Der UN-Behörde zufolge wurden viele der Festgenommenen Opfer von Verschleppung, Folter oder von "grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung", darunter erzwungene und teils im Fernsehen übertragene Geständnisse sowie Schein-Exekutionen.

"Ich bin entsetzt, dass dem iranischen Volk weiterhin seine Rechte durch die Behörden auf harte und brutale Weise genommen werden, zusätzlich zu den ohnehin schon schweren Auswirkungen des Konflikts", teilte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk in einer Erklärung mit. Er rief die iranische Regierung auf, alle weiteren Exekutionen zu stoppen, ein Moratorium bei der Verhängung der Todesstrafe einzurichten, gerechte Gerichtsverfahren sicherzustellen und alle willkürlich Festgenommenen unverzüglich freizulassen.

Der Iran ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen nach China der Staat mit den meisten Hinrichtungen weltweit.

Quelle: ntv.de, AFP

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