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Dramatische PrognoseUNDP warnt: Eskalation in der Golfregion könnte weltweit über 30 Millionen Menschen in Armut treiben

13.04.2026, 10:01 Uhr
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(Foto: Bilal Hussein/AP/dpa)

Die militärische Eskalation in der Golfregion könnte nach Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) weltweit mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut treiben.

Auch wenn die direkten Folgen des Iran-Krieges vor allem Länder träfen, die von dem Konflikt betroffen seien oder stark von Energieimporten abhingen, zeigten neue Schätzungen, dass langfristig auch weit vom eigentlichen Konfliktgebiet entfernte wirtschaftlich schwächere Länder stark darunter leiden werden, teilte das UNDP am Montag mit.

Das UN-Entwicklungsprogramm veröffentlichte einen Bericht mit dem Titel "Militärische Eskalation im Nahen Osten: Rückschritte in der globalen Entwicklung und politische Handlungsoptionen". Darin werden die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges untersucht - von den kurzfristigen Folgen des Krieges bis hin zu Auswirkungen, die bis zu acht Monate anhalten könnten.

In dem nun schon sechs Wochen dauernden Krieg seien die Auswirkungen trotz der vorübergehenden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran nicht mehr nur akut, erklärte das UNDP. Je länger der Krieg dauere, desto größer sei das Risiko, dass Menschen schnell in Armut geraten, warnte das Entwicklungsprogramm der UNO. Im schlimmsten Fall könnten zusätzlich 32 Millionen Menschen in Armut gedrängt werden. Besonders anfällig seien Länder in der Golfregion, in Asien, afrikanischen Ländern südlich der Sahara sowie in kleinen Insel-Entwicklungsstaaten.

Krieg bedeute "Entwicklung in umgekehrter Richtung", erklärte das UN-Entwicklungsprogramm. "Konflikte können in wenigen Wochen vernichten, was Länder über Jahre hinweg aufgebaut haben", betonte der UNDP-Verwaltungschef und UN-Untergeneralsekretär Alexander De Croo.

Quelle: ntv.de, AFP

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