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Um humanitären Bedarf von März bis Mai zu deckenUNO startet Aufruf über 80 Millionen Dollar für afghanische Flüchtlinge im Iran

27.03.2026, 18:55 Uhr
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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Vereinten Nationen haben einen Spendenaufruf in Höhe von 80 Millionen Dollar (rund 69 Millionen Euro) gestartet, um den Bedarf von fast zwei Millionen Flüchtlingen im Iran und deren Aufnahmegemeinden zu decken.

Die Vereinten Nationen haben einen Spendenaufruf in Höhe von 80 Millionen Dollar (rund 69 Millionen Euro) gestartet, um den Bedarf von fast zwei Millionen Flüchtlingen im Iran und deren Aufnahmegemeinden zu decken. Wegen des Iran-Kriegs habe sich die Lage der Millionen im Iran lebende Flüchtlinge aus Afghanistan und anderen Ländern verschlechtert, sate ein Sprecher des UN-Flüchtligshilfswerks UNHCR am Freitag.

Das UNHCR und seine Partner benötigen demnach für ein Soforthilfeprogramm für Flüchtlinge 80 Millionen US-Dollar, um den unmittelbaren humanitären Bedarf von März bis Mai zu decken. Damit sollten 1,8 Millionen afghanische Flüchtlinge und weitere im Iran lebende Afghanen versorgt werden. Zudem sollten mit dem Geld eine Million Menschen in den Aufnahmegemeinden der Flüchtlinge versorgt werden.

"Im Iran leben die meisten afghanischen Flüchtlinge Seite an Seite mit der städtischen Bevölkerung, und alle sind betroffen", sagte UNHCR-Sprecher Babar Baloch. Er erklärte, das UNHCR erreichten "täglich Tausende verzweifelte Anrufe" von Afghanen, die angesichts des Krieges um Hilfe bäten. Die USA und Israel hatten vor rund einem Monat Luftangriffe auf den Iran gestartet. Teheran greift seitdem Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion an.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen teilte unterdessen mit, dass seit Beginn des Kriegs keine ungewöhnlichen Fluchtbewegungen aus dem Iran festgestellt worden seien. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz betonte, der einmonatige Krieg habe das Leben von Millionen Menschen auf den Kopf gestellt und Schockwellen weit über die Region hinaus ausgelöst - mit einer Geschwindigkeit, welche "die humanitären Hilfsmaßnahmen zu überfordern droht".

Quelle: ntv.de, afp

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