Im Februar US-Unternehmen haben mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen wie im Vormonat

Die US-Unternehmen haben im Februar einer Umfrage zufolge mehr als doppelt so viele Jobs geschaffen wie im Vormonat. Unter dem Strich entstanden 242.000 Stellen, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch zu seiner Firmenbefragung mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Zuwachs im Privatsektor von 200.000 gerechnet, nach revidiert 119.000 im Januar. Die Löhne zogen mit 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich an, wenn auch etwas langsamer als zuvor.
"Wir verzeichnen robuste Neueinstellungen, was gut für die Wirtschaft und die Arbeitnehmer ist, aber das Lohnwachstum bleibt recht hoch", sagte ADP-Chefvolkswirtin Nela Richardson. "Die bescheidene Verlangsamung des Lohnanstiegs allein wird die Inflation in nächster Zeit wahrscheinlich nicht schnell nach unten treiben." Viele Experten befürchten, dass die Unternehmen höhere Personalkosten auf ihre Verkaufspreise umlegen und so die Inflation noch länger hoch halten.
Am Freitag veröffentlicht die US-Regierung ihren Arbeitsmarktbericht, der auch Jobs im öffentlichen Dienst erfasst. Ökonomen erwarten für Februar ein Stellenplus von 203.000 nach 517.000 im Januar. Der US-Notenbank Fed zufolge, die im Kampf gegen die Inflation weiterhin auf Zinserhöhungskurs ist, übersteigt die Nachfrage nach Arbeitskräften das Angebot an verfügbarem Personal in den USA bei weitem. Eine Abkühlung des heiß gelaufenen Arbeitsmarkt wäre aus Sicht der Fed daher wünschenswert, damit die gestörte Balance wieder ins Lot kommt.