Anstieg um 1,7 ProzentUSA: Einzelhandel hat im März zugelegt – Tankstellengeschäft mit großem Plus

Die US-Einzelhändler haben nach Ausbruch des Iran-Krieges ihren Umsatz gesteigert.
Die Einnahmen wuchsen im März um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet, nach einem aufwärts revidierten Zuwachs von 0,7 Prozent im Februar.
Durch den Ende Februar begonnenen Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind die Kraftstoffpreise auch in den Vereinigten Staaten stark gestiegen. Der kräftige Umsatzanstieg der Einzelhändler sei primär auf die Entwicklung an den Tankstellen zurückzuführen, sagt NordLB-Analyst Tobias Basse. In diesem Bereich ergebe sich ein Plus von 15,5 Prozent: "Dieser deutliche Zuwachs ist vor allem die Konsequenz der höheren Benzinpreise", so Basse.
Bei den Umsatzzahlen handelt es sich um nominale Werte und der Absatz an den Tankstellen macht fast sieben Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus, wie Helaba-Experte Ulrich Wortberg erläutert. Auch der gestiegene Pkw-Absatz wirke positiv: "Ohne diese Komponente wurde aber ebenfalls ein ordentlicher Umsatzanstieg gemeldet. Alles in allem sprechen die Zahlen nicht für baldige Zinssenkungen seitens der US-Notenbank."
Der Energiepreisanstieg hat einen Inflationsschub ausgelöst, den die Verbraucher zu spüren bekommen: Die Teuerungsrate stieg im März auf 3,3 Prozent. Unternehmen dürften laut Experten einen Teil des höheren Kostendrucks infolge des Energiepreisschocks weiterreichen, sodass die Inflation weiter steigen könnte. Mit der Waffenruhe in Nahost ist allerdings die Hoffnung auf ein Ende der Kämpfe verbunden.