Deutsche Umwelthilfe Umwelthelfer kritisieren Abschussfreigabe von Fischottern in Bayern

Im Osten Bayerns sollen ab Anfang August Fischotter abgeschossen werden dürfen - Umweltschützer sind entsetzt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisierte am Montag die Entscheidung des bayerischen Landwirtschaftsministeriums und kündigte rechtliche Schritte an. "Der Abschuss des Fischotters ist für die Teichwirtschaft nicht hilfreich, ein Desaster für den Artenschutz und rechtswidrig", erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller in Berlin. Er kündigte an, gerichtlich gegen die Verordnung vorzugehen.
Der Fischotter gehört hierzulande eigentlich zu den streng geschützten Arten. Nach Angaben der Deutschen Wildtierstiftung gilt er in weiten Teilen Deutschlands als ausgestorben.
Fischzüchter in Bayern beklagen allerdings seit längerem hohe Schäden durch Fischotter. Das bayerische Landwirtschaftsministerium machte deshalb nach eigenen Angaben im Juli den Weg frei für eine leichtere "Entnahme" des geschützten Tiers.
Demnach können Fischotter ab August in weiten Teilen Ostbayerns "ohne aufwendige einzelne Ausnahmegenehmigung entnommen" werden. Schäden durch Fischotter hätten sich seit 2016 fast verzehnfacht, mehrere hundert Zuchtbetriebe hätten in den vergangenen zwei Jahren aufgegeben, argumentierte das Ministerium.