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Im Juli diesen JahresUnternehmen in Deutschland drosseln Produktionsleistung

07.09.2022, 08:32 Uhr
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Blick in eine Industrie-Produktionshalle (Symbolbild). Im Juli kamen 4,5 Prozent weniger Bestellungen aus dem Inland, aus dem Ausland gingen dagegen 1,3 Prozent mehr Aufträge ein. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juli angesichts von Materialengpässen und hoher Energiepreise gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem etwas kräftigeren Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet, nach einem Wachstum von revidiert 0,8 Prozent (bislang: +0,4 Prozent) im Juni. "Die Industrie ist schwach ins dritte Quartal gestartet", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Daten. "Die gedrosselten Gaslieferungen aus Russland und die hohe Unsicherheit durch den Krieg trüben die Aussichten für den Rest des Jahres weiter ein."

Den Statistiker zufolge ist die Produktion nach wie vor durch die hohe Knappheit an Vorprodukten beeinträchtigt. "Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltende Verwerfungen durch die Corona-Krise führen nach wie vor zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge", hieß es. Einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge nahmen die Klagen in der Industrie über fehlende Vorprodukte und Materialien zuletzt aber ab: Im August berichteten 62 Prozent der Firmen über Engpässe, im Juli waren es noch mehr als 73 Prozent.

Quelle: ntv.de, RTS

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