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Im August Unternehmen in Deutschland zeigen sich vorsichtig bei Personalplanung

28.08.2024, 10:03 Uhr
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Gut drei Wochen vor Beginn der nächsten Tarifrunde schlägt die nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie Alarm in Sachen konjunkturelle Lage. (Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbi)

Die Unternehmen in Deutschland zeigen sich angesichts der hartnäckigen Konjunkturflaute so vorsichtig bei ihrer Personalplanung wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Das Beschäftigungsbarometer sank im August auf 94,8 Punkte, nach 95,3 Punkten im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Auswertung einer Umfrage unter Tausenden Betrieben mitteilte. Dies ist bereits der dritte Rückgang in Folge und der niedrigste Wert seit Februar 2021.

"Die schwache Wirtschaftsentwicklung schlägt sich auch in einer schwachen Beschäftigungsentwicklung nieder", erklärte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe den negativen Trend. "Der Auftragsmangel bremst die Unternehmen bei Neueinstellungen."

Besonders in der Industrie ist das Barometer merklich gesunken. "Immer mehr Unternehmen denken über einen Abbau von Arbeitsplätzen nach", betonte das Ifo-Institut. "Ähnliches gilt für den Handel, wo Kunden in den Geschäften fehlen." Im Baugewerbe sollen dagegen trotz der anhaltend schweren Krise die Mitarbeiter gehalten werden. Nur bei den Dienstleistern gibt es eine positive Einstellungstendenz: Dies gilt insbesondere für die IT-Branche und den Tourismus.

Europas größter Volkswirtschaft droht eine Rezession: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von April bis Juni um 0,1 Prozent zum Vorquartal, nachdem es in den ersten drei Monaten noch zu einem Plus von 0,2 Prozent gereicht hatte. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von einer technischen Rezession gesprochen.

Quelle: ntv.de

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