Hoffnung auf HandelsabkommenUnternehmen setzen auf Mercosur-Abkommen ab Mai für Geschäfte in Südamerika

Im Ausland aktive Unternehmen setzen große Hoffnungen in das ab Mai greifende Mercosur-Handelsabkommen mit südamerikanischen Staaten.
44 Prozent aller international tätigen Firmen erwarteten spürbare Auswirkungen, teilte die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) am Mittwoch mit und verwies auf eine aktuelle Umfrage. Allerdings spielt Südamerika bislang nur eine Nebenrolle für die meisten Konzerne. "Gerade bei bislang vergleichsweise geringem Handelsvolumen wird deutlich, welches Potenzial viele Unternehmen im Mercosur sehen", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Das Abkommen der EU umfasst Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.
Laut DIHK haben bereits vor Inkrafttreten 13 Prozent der international tätigen Unternehmen konkrete Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Mercosur-Abkommen eingeleitet. 66 Prozent bereiteten eine Ausweitung ihrer Exportaktivitäten dorthin vor. "Die geplanten Zollsenkungen eröffnen deutschen Exporteuren spürbare Wettbewerbsvorteile." Es werde mit einem verbesserten Marktzugang, dem Abbau von Handelshemmnissen sowie geringeren Kosten gerechnet. Treier sagte, das Handelsabkommen sei aber kein Selbstläufer. "Wichtig ist es, dass die vereinbarten Erleichterungen schnell und verlässlich von allen Seiten umgesetzt werden."
Das Mercosur-Abkommen tritt nach jahrzehntelangen Verhandlungen und vielen Wendungen zum 1. Mai in Kraft. Weitere Handelsabkommen sollen folgen. "Jetzt gilt es, diesen Weg konsequent weiterzugehen - auch mit weiteren Abkommen etwa mit Indien, Indonesien und Mexiko", so Treier.