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Unterschiede bleiben bestehenGender Pay Gap in Deutschland sinkt laut Studie weiter

23.02.2026, 11:05 Uhr
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(Foto: picture alliance / photothek)

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland verringert sich einer Studie zufolge weiter, jedoch nicht in allen Regionen.

Bundesweit erhielten vollzeitbeschäftigte Frauen 2024 im Schnitt 17,2 Prozent weniger Lohn als Männer, was einem Rückgang um 3,2 Prozentpunkte seit 2019 entspricht, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. In 15 der 400 deutschen Kreise ist der sogenannte unbereinigte Gender Pay Gap im selben Zeitraum jedoch gestiegen.

Besonders groß bleiben die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen liegt die Lohnlücke mit 18,9 Prozent knapp viermal so hoch wie im Osten mit 5,1 Prozent. Dabei verringerte sich der Abstand im Westen mit 3,3 Prozentpunkten etwas stärker als im Osten mit 2,0 Prozentpunkten. Unter den Bundesländern weist Mecklenburg-Vorpommern mit 2,4 Prozent den geringsten Lohnunterschied auf, während er in Baden-Württemberg mit 25,7 Prozent am größten ist.

Auf Kreisebene zeigt sich eine noch größere Spannweite. Im baden-württembergischen Bodenseekreis verdienten Frauen 37,0 Prozent weniger als Männer. In drei ostdeutschen Kreisen war es hingegen umgekehrt: In Dessau-Roßlau lag das Gehalt von Frauen 1,6 Prozent über dem von Männern. Auch im Landkreis Stendal und in Frankfurt an der Oder verdienten Frauen im Schnitt etwas mehr. "Gegensätzliche Entwicklungen des Gender Pay Gap hängen unter anderem mit regional unterschiedlichen Veränderungen in der Betriebsgrößen- und Berufsstruktur zusammen", erklärte IAB-Forscherin Michaela Fuchs. So sei etwa in Cottbus, wo die Lohnlücke wuchs, der Anteil der Männer in besser zahlenden Großbetrieben stärker gestiegen als jener der Frauen.

Quelle: ntv.de, rts

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