Teuerung zieht anVerbraucherpreise steigen zu Jahresbeginn in vielen Bundesländern wieder kräftiger

Die Verbraucherpreise sind zu Jahresbeginn in vielen Bundesländern wieder kräftiger gestiegen.
In Bayern schnellte die Inflationsrate im Januar auf 2,1 Prozent hoch, nachdem sie im Dezember noch auf 1,7 Prozent gefallen war. In Nordrhein-Westfalen kletterte sie von 1,8 auf 2,0 Prozent. Auch in Baden-Württemberg und in Niedersachsen zeigte der Trend nach oben.
Im Dezember war die bundesweite Teuerung auf 1,8 Prozent gesunken - den niedrigsten Wert seit mehr als einem Jahr. Das Statistische Bundesamt will noch am Nachmittag eine erste Schätzung zur Entwicklung im Januar abgeben. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 2,0 Prozent.
Teurer wurden zum Jahresauftakt in den Bundesländern vor allem Dienstleistungen. So zogen in Bayern die Preise für Restaurants, Cafés, Straßenverkäufe und Ähnliches um 3,9 Prozent im Vergleich zum Januar 2025 an, obwohl im neuen Jahr der Mehrwertsteuersatz auf Speisen in der Gastronomie von 19 auf sieben Prozent gesenkt wurde. Auch Versicherungsdienstleistungen für die Gesundheit, etwa die private Krankenversicherung, verteuerten sich mit 4,4 Prozent deutlich. Kombinierte Personenbeförderungsdienstleistungen, etwa das Deutschlandticket, kosteten im Freistaat 5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Entlastet wurden viele Verbraucher dagegen von sinkenden Energiepreisen. Allerdings wurde das Tanken vielerorts teurer. Ein Grund dafür ist unter anderem die gestiegene CO2-Bepreisung.
Die meisten Ökonomen rechnen für das laufende Jahr mit einer Teuerungsrate um die zwei Prozent für Deutschland. Diesen Wert strebt die Europäische Zentralbank (EZB) auch für die Währungsunion insgesamt an. Der starke Euro könnte viele Importe verbilligen. Er ist in dieser Woche erstmals seit 2021 über die Marke von 1,20 Dollar gestiegen. Besonders Rohstoffe wie Erdöl werden auf den Weltmärkten überwiegend in Dollar abgerechnet.