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Daten der DAK-GesundheitVerstärkt Antidepressiva an junge Mädchen während Corona-Krise verschrieben

30.08.2022, 11:26 Uhr
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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Essstörungen, Depressionen, Adipositas: Die Coronapandemie hat erhebliche Folgen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Das bestätigen Daten der DAK-Gesundheit für die Jahre 2018 bis 2021, welche die Krankenkasse am Dienstag in Hamburg veröffentlichte. Vor allem junge Mädchen mit psychischen Erkrankungen wurden verstärkt mit Medikamenten behandelt. Bei Neuerkrankungen stiegen die Verordnungen von Antidepressiva um 65 Prozent. Die medikamentöse Behandlung von Essstörungen nahm um 75 Prozent zu.

Für den aktuellen Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit wurden ambulante und stationäre Behandlungsdaten von 782.000 bei der Kasse versicherten Kindern und Jugendlichen ausgewertet und mit der Situation vor der Pandemie verglichen.

Zwar gingen danach im Jahr 2021 die Behandlungszahlen bei psychischen Störungen und Verhaltensstörungen insgesamt um fünf Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen einzelne psychische Erkrankungen in bestimmten Altersgruppen deutlich an.

So wurden 54 Prozent mehr Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren aufgrund von Essstörungen behandelt. Bei Angststörungen gab es bei jugendlichen Mädchen ein Plus von 24 Prozent. In der Gruppe der zehn- bis 14-jährigen Mädchen stieg die Neuerkrankungsrate bei Depressionen um 23 Prozent, bei den 15- bis 17-jährigen Mädchen um 18 Prozent im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit.

Quelle: ntv.de, AFP

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