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Nach Iran-AbkommenWadephul erwartet lange Verhandlungen über Teherans Atomprogramm

16.06.2026, 16:15 Uhr
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(Foto: action press)

Bundesaußenminister Johann Wadephul rechnet trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen für ein Kriegsende mit langwierigen Gesprächen über Teherans Atomprogramm.

Zwar sei das Abkommen ein "Schritt in die richtige Richtung", sagte Wadephul laut Vorabmeldung vom Dienstag in der RTL-Sendung "Nachtjournal Spezial". Über das "Hauptthema, nämlich den Ausschluss einer nuklearen Bewaffnung des Iran", werde jedoch "schon noch etwas länger gesprochen werden müssen".

Wadephul wertete es als Fortschritt, dass Washington und Teheran künftig direkt miteinander verhandeln sollen. Klar sei nun, dass die "USA und Iran direkt und nicht wie bisher durch Vermittler" wie Pakistan und Katar miteinander sprechen. Das sei "erst mal gut, um jetzt endlich diesen Konflikt aufzulösen".

Trotz bestehender Unklarheit über den Inhalt des Rahmenabkommens zeigte Wadephul vorsichtig optimistisch hinsichtlich einer politischen Lösung. "Ich habe die Hoffnung, dass das gelingen kann", sagte er. Die USA und der Iran wären "diesen ersten Schritt nicht gegangen, wenn man nicht auf beiden Seiten gesagt hätte: Wir können es miteinander schaffen".

Der Iran habe zudem erkannt, "dass das, was es an militärischem Druck gab, aber auch an wirtschaftlichem Druck gab, zu einer Existenzkrise des Regimes führen kann". Deshalb habe sich die Führung in Teheran nun für den Verhandlungsweg entschieden.

Für die Menschen im Iran habe sich indes durch den Krieg "nichts verändert", gab Wadephul zu bedenken. Ein "Regime Change" sei durch militärische Maßnahmen auch "nicht unbedingt zu erwarten" gewesen. "Das haben wir von Anfang an so eingeschätzt", sagte er.

Zugleich verwies Wadephul auf die Folgen der US-israelischen Angriffe für die militärischen Fähigkeiten des Iran. "Trotzdem sind natürlich wirklich militärische Fähigkeiten des iranischen Regimes eingeschränkt worden", sagte er. Als Beispiel nannte er das Raketenprogramm Teherans. "Das hat auch uns sicherer gemacht", betonte er.

Quelle: ntv.de, AFP

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