Im Oktober kurzfristig abgesagtWadephul will China-Reise noch in diesem Jahr nachholen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) will seine im Oktober kurzfristig abgesagte China-Reise in den kommenden Wochen nachholen.
Er werde noch in diesem Jahr nach Peking fliegen, sagte Wadephul beim Berliner Forum Außenpolitik der Körber-Stiftung. "Wir sind jetzt in der letzten Abstimmung." Er sei "sehr zuversichtlich", dass die Reise demnächst stattfinden könne. Wadephul hatte seinen für Ende Oktober geplanten China-Besuch kurz vor der Abreise verschoben und damit Irritationen in Peking ausgelöst.
Das Auswärtige Amt begründete die Verschiebung des Besuchs damals damit, dass die chinesischen Gastgeber außer dem Treffen mit Außenminister Wang Yi keine weiteren Termine für Wadephul bestätigt hätten. Das Auswärtige Amt bedauerte dies und verwies auf eine Reihe von Themen, über die sich die Bundesregierung gerne mit China austauschen würde – etwa Konflikte in Handelsfragen und das Verhältnis zu Russland.
Im August hatte Wadephul scharfe Kritik an Chinas Vorgehen im pazifischen Raum geäußert. Er warf der Volksrepublik ein "zunehmend aggressives Auftreten" in der Straße von Taiwan sowie im Ost- und Südchinesischen Meer vor. Seine Äußerungen riefen eine wütende Reaktion in Peking hervor. Das chinesische Außenministerium warf Wadephul vor, "zur Konfrontation anzustacheln und Spannungen anzuheizen".