Erneute HitzewelleWaldbrände in Südfrankreich: Feuerwehrmann kommt bei Löscharbeiten ums Leben

Inmitten einer erneuten Hitzewelle kämpft die Feuerwehr in Südfrankreich weiter gegen mehrere schwere Waldbrände.
Im südöstlichen Département Savoyen kam ein 22-jähriger Feuerwehrmann bei Löscharbeiten ums Leben, wie Innenminister Laurent Nuñez am Mittwoch mitteilte. Die Bekämpfung eines großen Feuers in den Pyrenäen gestaltet sich wegen der Hitze weiter schwierig.
Der Feuerwehrmann von der freiwilligen Feuerwehr von Albertville hatte am frühen Mittwochmorgen gegen einen Buschbrand gekämpft, als er von einem herabstürzenden Felsblock getroffen und fortgerissen wurde, wie Innenminister Nuñez im Onlinedienst X mitteilte. Der 22-Jährige hatte gegen ein Feuer gekämpft, das am 24. Juni in schwer zugänglichem Gebiet in der Kommune Planay durch ein Gewitter ausgelöst worden war. Es hatte sich am Wochenende wegen heftigen Winds intensiviert und breitete sich bis Dienstagabend auf 30 Hektar aus. Nach Angaben der Präfektur von Savoyen musste eine Landstraße vorsichtshalber gesperrt werden.
In den Pyrenäen im Süden Frankreichs sind seit Tagen rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz, um einen Waldbrand in der Nähe von Perpignan einzudämmen. Die Flammen haben seit Samstag bereits 4900 Hektar Vegetation niedergebrannt und zahlreiche Häuser beschädigt.
Die Lage sei wegen hoher Temperaturen, niedriger Luftfeuchtigkeit und des Tramontane-Winds weiter "schwierig" für die Brandbekämpfer, erklärte die Präfektur des Départements Pyrénées-Orientales am Dienstagabend. Wegen der sich ausbreitenden Flammen waren am Sonntag 12.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.
Im Süden des südöstlichen Départements Drôme breitete sich in den vergangenen Tagen ein Feuer in einer unbewohnten Bergregion auf einer Fläche von rund 2000 Hektar aus. Zwei Ferienlager wurden vorsorglich evakuiert. Die Eindämmung des Brandes in schwer zugänglichem Gebiet gestaltete sich schwierig, weil die Löschflugzeuge immer noch in den Pyrenäen im Einsatz waren.