Hitzewelle in den USAWashington knackt Hitzerekord – Forscher sehen klaren Einfluss des Klimawandels

Die Hitzewelle in Teilen der USA hat erste Temperatur-Rekorde gebracht.
In der Hauptstadt Washington wurden laut Wetterdienst am Donnerstag knapp 39 Grad Celsius gemessen. Damit sei ein 128 Jahre alter Temperatur-Rekord für einen 2. Juli übertroffen worden. Die Intensität der Hitzewelle während der Fußball-WM und kurz vor den 250-Jahr-Feierlichkeiten in den USA hängt nach Einschätzung einer Forschungsgruppe eindeutig mit dem Klimawandel zusammen.
Auch in der Metropole New York ächzten die Menschen schon am Donnerstag unter der feuchten Hitze: Im Central Park erreichte die Temperatur am frühen Nachmittag 38 Grad Celsius bei einer gefühlten Temperatur von sogar 41 Grad. Laut Wetterdienst war dies das erste Mal seit Juli 2012, dass dieser Wert dort erreicht wurde.
An anderen Orten in New York kletterte das Thermometer auf 40 Grad Celsius, ein Höchststand für einen 2. Juli. Auch im weiter nördlich gelegenen Boston wurde mit 37 Grad Celsius ein Tagesrekord aufgestellt.
Die Hitzewelle trifft vor allem die Landesmitte und Teile der Ostküste der USA. Nach Angaben der Meteorologen dürfte es über das Wochenende, an dem die USA mit vielen Veranstaltungen unter freiem Himmel den 250. Jahrestag ihrer Gründung feiern wollen, teilweise noch heißer werden. Die gefühlte Temperatur dürfte den Vorhersagen zufolge durch die hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 46 Grad Celsius erreichen.
Die "ungewöhnlich starke Hitze" mit nahezu keiner nächtlichen Abkühlung betreffe besonders stark Menschen, die keine Klimaanlagen hätten und nicht ausreichend trinken könnten, warnte der Wetterdienst. New York hat hunderte öffentliche Gebäude als Kühlzentren ausgewiesen, die Öffnungszeiten der öffentlichen Schwimmbäder verlängert und Freiwillige entsandt, um gefährdete Bewohner zu besuchen. Zudem wurden öffentliche Kühlstationen mit Sprühventilatoren eingerichtet.