Nordrhein-WestfalenNRW will nach Hitzewelle Klimaschutz weiter verstärken

Hitze, Flut und viele Opfer: NRW zieht weitere Konsequenzen aus den Wetterextremen der vergangenen Jahre. Milliarden wurden schon bereitgestellt.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Aus der Extremhitze der vergangenen Woche will die schwarz-grüne NRW-Regierung Konsequenzen ziehen. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zeigte sich betroffen über die hohe Zahl an Badetoten und das Sterben alter Menschen angesichts der Hitzebelastung. "Das zeigt auch, der Klimawandel ist real und kommt bei den Menschen ganz konkret an", sagte Wüst in Düsseldorf. Der Klimawandel sei mit ganz konkreten Schicksalen verbunden.
"Wir werden auch berichten, welche Konsequenzen wir daraus ziehen, welche Weiterungen wir daraus ableiten müssen", sagte Wüst. Zugleich verwies er auf zahlreiche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, die CDU und Grüne in NRW bereits eingeleitet hätten. NRW habe als erstes Bundesland eine Klimaanpassungsstrategie vorgelegt und bereits vor der Hitzewelle die Weiterentwicklung des Gesetzes auf den Weg gebracht.
"Wir investieren zudem ganz gezielt in klimaresiliente Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und kommunale Versorgungsstrukturen", sagte Wüst. Das Land stelle dafür Investitionsmittel in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung, von denen mindestens ein Drittel in Klimaanpassungsmaßnahmen fließen sollten.
Auch Flutkatastrophe eine Mahnung
Auch der fünfte Jahrestag der Flutkatastrophe vom Juli 2021 sei eine Erinnerung daran, bei Klimaschutzmaßnahmen nicht nachzulassen, mahnte Wüst. Bei dem Starkregen am 14. und 15. Juli 2021 hatten gewaltige Wassermassen Häuser, Straßen, Schienen und Felder zerstört. Insgesamt kamen mehr als 180 Menschen ums Leben, 49 davon in Nordrhein-Westfalen.