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Berlin & Brandenburg"Ein Stück Kulturgeschichte" – Mampe-Museum eröffnet

03.07.2026, 12:53 Uhr
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Eigentlich sollte er gegen Cholera helfen, doch dann schmeckte der Magenbitter doch zu gut. Die Traditionsmarke Mampe gibt es seit fast 200 Jahren. Eine Ausstellung gibt Einblick in die Geschichte.

Berlin (dpa/bb) - Den Anfang machte der Kräuterlikör "Halb und Halb", inzwischen gibt es auch Rote Grütze, Popcorn, Apfelstrudel oder Kümmel: Fast 200 Jahre nach der Entstehung der Berliner Traditionsmarke Mampe hat die Schnapsbrennerei ein kleines Museum in Berlin-Kreuzberg eröffnet. Zur feierlichen Eröffnung gab es Drehorgel-Musik und natürlich Mampe-Drinks.

Das Kleine Mampe Museum sei ein Ort, an dem Berliner Geschichte lebendig bleibe, sagte Kuratorin Karin Erb. "Dass Mampe heute wieder mitten in Berlin produziert wird, zeigt, dass Tradition und Gegenwart kein Widerspruch sind. Die Marke ist zurückgekehrt und damit auch ein Stück Berliner Kulturgeschichte."

Ehemaliger Mampe-Azubi schwelgt in Erinnerungen

Die kleine Ausstellung befindet sich in der Mampe-Manufaktur in Kreuzberg. Die Vitrinen geben Einblick in die fast 200-jährige Geschichte. Zu sehen sind etwa die Approbationsurkunde von Mampe-Schöpfer Carl Mampe, der in den 1830er Jahren einen Magenbitter entwickelte, der gegen Cholera helfen sollte, und später als Likör vertrieben wurde.

Auch der Porzellan-Pudel, die historische Werbefigur der früheren Hamburger Unternehmenslinie, Cocktail-Rezepthefte, alte Gläser und Flaschen - darunter ein alkoholfreier Kümmel aus dem Jahr 1925 - sind zu sehen. Insgesamt mehr als 300 Objekte.

Der Berliner Jürgen Helmholz hat 1968 seine dreijährige Ausbildung zum Industriekaufmann bei Mampe begonnen und ist extra zur Eröffnung gekommen. "Ich bin total begeistert, weil man entdeckt seine eigene Jugend wieder", sagt der 74-Jährige. "Es ist ein Bruchteil, es gibt noch viel mehr, aber es ist schon ganz toll, wie die Präsentation gemacht worden ist hier und das freut mich."

Das Kleine Mampe Museum ist unter der Woche täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet, samstags zwischen 12 und 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Quelle: dpa

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