Kurznachrichten

Wegen hoher SpritpreiseGDL kritisiert Forderungen nach deutlich niedrigeren Ticketpreisen im Bahnverkehr

07.04.2026, 14:08 Uhr
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(Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Forderungen nach stark reduzierten Ticketpreisen für den Bahnverkehr angesichts der hohen Spritpreise scharf kritisiert.

Derartige Vorschläge hätten "mit der Realität wenig zu tun", erklärte die Gewerkschaft am Dienstag. Angesichts der aktuellen Lage des Systems Bahn seien sie auch "schlicht verantwortungslos und in dieser Form ein Beispiel für realitätsferne Profilierungspolitik".

"Rabatte von bis zu 50 Prozent würden die Nachfrage in einem ohnehin stark belasteten System weiter anheizen, ohne dass zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung stehen", warnte die Gewerkschaft. "Das Ergebnis wären noch vollere Züge, weiter steigender Druck auf das Personal und eine zusätzliche Verschärfung der betrieblichen Lage." Abgesehen davon sei die Finanzierung derartiger Maßnahmen gänzlich ungeklärt.

Aus dem politischen Spektrum links der Mitte waren zuletzt Rufe nach vergünstigten Fernverkehrstickets oder auch nach einer Rückkehr des Neun-Euro-Tickets gekommen. Die Eisenbahngewerkschaft EVG schloss sich diesen Vorschlägen an. "Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung", sagte EVG-Chef Martin Burkert der "Bild am Sonntag".

Quelle: ntv.de, AFP

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