Atomausstieg senkt WasserbedarfWeniger Wasserverbrauch in der Wirtschaft

Der Wasserverbrauch der deutschen Wirtschaft ist wegen des Ausstiegs aus der Atomkraft stark zurückgegangen. Im Jahr 2022 verringerte sich der Wasserverbrauch im Vergleich zu 2019 um 16,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der Rückgang sei vor allem auf die Abschaltung dreier Atomkraftwerke zum Jahresende 2021 zurückzuführen. 2023 wurden die verblienen drei Atomkraftwerke ebenfalls abgeschaltet.
In absoluten Zahlen ging der Wasserverbrauch der deutschen Wirtschaft zwischen 2019 und 2022 um 2,56 Milliarden Kubikmeter zurück. Alleine die Stilllegung der drei Atomkraftwerke Ende 2021 machte eine Reduktion um 2,02 Milliarden Kubikmetern aus.
Insgesamt nutzten die Betriebe in Deutschland im Jahr 2022 rund 12,75 Milliarden Kubikmeter Wasser, wie das Statistikamt ausführte. Der größte Anteil davon (6,59 Milliarden Kubikmeter) wird in der Energievorsorgung vor allem zu Kühlzwecken eingesetzt. Das Verarbeitende Gewerbe und insbesondere die Chemie-Industrie brauchten 2022 rund 5,15 Milliarden Kubikmeter Wasser. Die Landwirtschaft nutzte 0,48 Milliarden Kubikmeter Wasser.