Kurznachrichten

Schätzungen von Verisk AnalyticsWirtschaftliche Schäden des Erdbebens in der Türkei und in Syrien belaufen sich auf mehr als 20 Milliarden Dollar

14.02.2023, 16:04 Uhr
Zwei-Maenner-in-Warnwesten-gehen-an-einem-zerstoerten-Haus-vorbei
Zwei Männer in Warnwesten gehen an einem zerstörten Haus vorbei. (Foto: Boris Roessler/dpa)

Auf Naturkatastrophen spezialisierte Experten veranschlagen die wirtschaftlichen Schäden des Erdbebens in der Türkei und in Syrien auf mehr als 20 Milliarden Dollar. Nur ein Bruchteil davon - gut eine Milliarde Dollar - sei aber versichert, hieß es in einer ersten Schätzung der US-Firma Verisk Analytics (früher AIR Worldwide), die am Dienstag veröffentlicht wurde. Verisk arbeitet mit Risikomodellen, die vor allem Versicherern bei der raschen Kalkulation der Schäden helfen.

"Die Differenz zwischen wirtschaftlichen und versicherten Schäden - die Deckungslücke - zeigt, wie teuer Katastrophen für die Gesellschaft sind", sagte Verisk-Manager Bill Churney. Der Großteil der nicht versicherten Schäden werde vom Staat getragen. Bei dem Erdbeben im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien sind mehr als 30.000 Menschen ums Leben gekommen.

In der Türkei sind Erdbeben relativ häufig. Deshalb gibt es dort Bauvorschriften, die Häuser erdbebensicher machen sollen. Nach Regierungsangaben wurde dagegen aber häufig verstoßen. Bei dem jüngsten Erdbeben habe sich gezeigt, dass vorschriftsmäßig gebaute Gebäude ihm "relativ gut" widerstanden hätten, viele andere dagegen nicht, heißt es in der Analyse von Verisk. Rund um die Stadt Hatay seien die Erschütterungen aber zu schwer gewesen, als dass Schutzmaßnahmen Bauwerke vor dem Einsturz hätten bewahren können.

Quelle: ntv.de, rts

Regionales