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Studie Zahl der Bauernhöfe in Deutschland wird bis 2040 drastisch zurückgehen

12.01.2024, 11:38 Uhr
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(Foto: picture alliance / agrarmotive)

Die Zahl der Bauernhöfe in Deutschland wird einer Studie zufolge bis 2040 drastisch zurückgehen. Von den aktuell rund 256.000 Betrieben dürften dann nur etwa 100.000 übrig bleiben, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Branchenanalyse der DZ Bank. Grund dafür sei der tiefgreifende Strukturwandel.

"Zunehmende Anforderungen durch Umweltschutz, Tierwohl und Betriebswirtschaft belasten die Bauernhöfe immer stärker", sagte Branchenexperte Claus Niegsch. "Hinzu kommt der Fachkräftemangel sowie die oftmals nicht gelöste Nachfolgeregelung bei Familienbetrieben." Langfristig dürften daher immer mehr große, kapitalintensive Agrarbetriebe mit modernster Technik die Branche prägen.

Die Analysten rechnen deshalb damit, dass die Durchschnittsgröße eines Betriebs bis 2040 von zuletzt 64,8 auf 160 Hektar zulegen wird. Der durchschnittliche bäuerliche Familienbetrieb sei damit zunehmend gefährdet. Nischen dürften jedoch erhalten bleiben. "Vor allem die Öko-Landwirtschaft und andere Spezialisierungen, aber auch die Genossenschaftsidee bieten noch Chancen", sagte Niegsch.

Die Bauern wehren sich seit Wochen gegen Kürzungen in ihrem Bereich, mit denen Lücken im Bundeshaushalt für 2024 gestopft werden sollen. Die Ampel-Spitzen waren ihnen zuletzt bereits in Teilen entgegengekommen. So sollen die Subventionen für Agrar-Diesel nicht kurzfristig auf einen Schlag, sondern über drei Jahre schrittweise gestrichen werden. Die zudem ursprünglich geplante Abschaffung der Kfz-Steuerbefreiung in der Landwirtschaft hat die Ampel bereits wieder einkassiert.

Quelle: ntv.de, rts

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