Trend bei InsolvenzenZahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt langsamer

Der Anstieg der Firmenpleiten in Deutschland ebbt ab. Im November wurden 1794 Unternehmensinsolvenzen amtlich registriert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.
Das waren 0,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, aber der niedrigste Monatswert seit Jahresbeginn. Im Oktober hatte der Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat noch 4,8 Prozent betragen.
Im Zeitraum von Januar bis November 2025 verzeichneten die Amtsgerichte sogar 10,0 Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt gingen 22.027 Firmen pleite, die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 44,3 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten sie bei 52,3 Milliarden Euro gelegen. Damals hatten mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt.
Die offenen Forderungen der Gläubiger aus den Insolvenzen im November beziffern die Amtsgerichte dem Statistikamt zufolge auf 1,5 Milliarden Euro. Das ist bedeutend weniger als im November 2024, als die Forderungen bei rund 2,8 Milliarden Euro lagen. Die meisten Insolvenzen (bezogen auf 10.000 Unternehmen) gab es in den Branchen Verkehr und Lagerei sowie im Baugewerbe.
"Hinter diesen Zahlen steht nicht nur der Verlust von unternehmerischem Herzblut und Innovationsgeist, sondern auch viele verlorene Arbeitsplätze, ausbleibende Investitionen und eine Schwächung ganzer Regionen", erklärte der Chefanalyst der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier. "Erste Trendauswertungen aus der kommenden DIHK-Konjunkturumfrage zeigen, dass sich die Wirtschaft auch weiterhin nur mühsam aus der Krise erholen kann."