Studie zur MigrationZahl hoch qualifizierter Zuwanderer nach Deutschland hat sich deutlich erhöht

Die Zahl der neuen Zuwanderer mit Hochschulabschluss ist in Deutschland laut einer Studie im vergangenen Jahrzehnt deutlich gestiegen.
"Während vor 2015 im Schnitt rund 73.000 hoch qualifizierte Personen pro Jahr nach Deutschland kamen, waren es danach etwa 133.000 jährlich", teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden mit.
Generell sei der Akademikeranteil unter Einwanderern hoch: "Zwischen 2005 und 2023 verfügte nahezu jede dritte zugewanderte Person über einen Hochschulabschluss, insgesamt waren dies rund 1,9 Millionen Menschen."
Studienmitautor Nils Witte erklärte: "Zuwanderung ist neben einer stärkeren Arbeitsmarkteinbindung von Frauen, einer Erhöhung der Lebensarbeitszeit und der besseren Ausbildung der Wohnbevölkerung eine der am meisten diskutierten Handlungsoptionen, um dem demografisch bedingten Fachkräftemangel zu begegnen."
Der Anteil Hochqualifizierter unter den Neuzugewanderten verringerte sich nach 2015 im Vergleich zu den Vorjahren seit 2005 leicht von 33 auf 30 Prozent. Zugleich stiegt der Anteil geringqualifizierter Einwanderer mit maximal einem der Hauptschule vergleichbaren Abschluss von 18 auf 23 Prozent. Ihre Integration in den deutschen Arbeitsmarkt kann laut BiB etwa mit Fortbildungen weitere Antworten auf den demografischen Wandel geben.
Die Studie berücksichtigt Aussagen von 25- bis 64-jährigen Menschen, die außerhalb Deutschland geboren worden sind und im Jahr vor ihrer Befragung hierhergezogen sind. Die Daten basieren auf dem Mikrozensus, einer jährlichen statistischen Befragung von einem Prozent der bundesweiten Bevölkerung - hier in den Jahren 2005 bis 2023.