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Ziele in China erreichbarJapan stationiert Raketen mit 1000 Kilometern Reichweite im Südwesten des Landes

31.03.2026, 13:00 Uhr
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(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Japan hat Raketen im Südwesten des Landes stationiert, die mit einer Reichweite von 1000 Kilometern Ziele in China erreichen können.

Wie Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi am Dienstag mitteilte, will Japan mit der Stationierung der Raketen in Kumamoto im Süden der Insel Kyushu seine Verteidigungsfähigkeit stärken. Er sprach von einer möglichen "Bedrohung durch feindliche Streitkräfte, die versuchen, unser Land zu überfallen" und einer Gewährleistung der Sicherheit der eigenen Soldaten.

Die Raketen zur Abwehr von Schiffen haben den Angaben zufolge eine Reichweite von 1000 Kilometern und können damit das chinesische Festland erreichen - Shanghai liegt etwa 900 Kilometer von Kumamoto entfernt. Koizumi gab zudem die Stationierung von Raketen zum Schutz entlegener Inseln in der Gegend von Shizuoka bekannt. Shizuoka befindet sich auf der japanischen Hauptinsel Honshu.

Die chinesisch-japanischen Beziehungen haben sich seit dem Amtsantritt von Japans neuer konservativer Regierungschefin Sanae Takaichi deutlich verschlechtert. Sie hatte gedroht, militärisch einzuschreiten, wenn Peking gewaltsam versuchen sollte, die demokratisch regierte Insel Taiwan wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Japan begründet seine Aufrüstung zudem mit Chinas verstärkten Gebietsansprüchen, etwa auf die umstrittenen Senkaku-Inseln im Ostchinesischen Meer. Die Inselgruppe wird von Japan kontrolliert, aber auch von China beansprucht.

Quelle: ntv.de, AFP

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