Wirtschaft

"Teuerstes Schadensereignis" Abgas-Skandal kostet Versicherer Milliarden

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Der Dieselskandal ist laut GDV "das teuerste Schadenereignis in der Rechtsschutzversicherung überhaupt".

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf rund 1,21 Milliarden Euro belaufen sich die Kosten der Rechtsschutzversicherer in der Diesel-Affäre. Damit ist diese der kostspieligste Schadensfall überhaupt. Mehrere 100.000 Kunden haben sich bereits an ihre Versicherer gewandt und die Tendenz steigt weiter.

Die Schadenersatzklagen von Autobesitzern wegen manipulierter Diesel-Abgaswerte kommen die Rechtsschutzversicherer teuer zu stehen. "Die Aufwendungen der Rechtsschutzversicherer für Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten haben sich auf 1,21 Milliarden Euro erhöht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. Der Dieselskandal sei "das teuerste Schadenereignis in der Rechtsschutzversicherung überhaupt". Allerdings sind viele Verfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Damit ist offen, welchen Anteil der Rechnung letztlich die Rechtsschutzversicherer bezahlen müssen und welchen die Autobauer.

Laut GDV nahmen inzwischen rund 380.000 Versicherungsnehmer ihre Rechtsschutzversicherung im Streit mit Autoherstellern wegen mutmaßlich manipulierter Abgaswerte in Anspruch. Das waren 25.000 Fälle mehr als im Mai. "Der Gesamtstreitwert aller über die Rechtsschutzversicherer abgewickelten Diesel-Rechtsschutzfälle ist damit auf 9,8 Milliarden Euro gestiegen", sagte Asmussen. "Der durchschnittliche Streitwert pro Diesel-Fall liegt inzwischen bei rund 26.000 Euro." Zu Beginn des Dieselskandals vor sechs Jahren lag er bei 22.500 Euro. "Das zeigt, dass zunehmend höherpreisige Fahrzeuge und Premiumhersteller in den Fokus geraten", sagte Asmussen.

Quelle: ntv.de, lno/dpa

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