Wirtschaft

"Ikonische Marken" Adidas will US-Tochter Reebok verkaufen

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Gemeinsam nicht stark genug: Die 2005 verkündete Übernahme von Reebok brachte Adidas nicht den erhofften Erfolg in den USA.

Die Milliardeninvestition in die Marke Reebok sollte Adidas im Kampf gegen US-Marktführer Nike zum Durchbruch verhelfen. 15 Jahre danach ändert der deutsche Konzern nun seine Strategie. Die eigene Marke soll gestärkt werden. Reebok steht zum Verkauf.

Adidas trennt sich von seiner US-Marke Reebok. Der Sportartikelhersteller hat im Rahmen der Entwicklung seiner neuen Fünf-Jahres-Strategie strategische Alternativen für Reebok geprüft. Diese Prüfung sei nun abgeschlossen, und aufgrund des Ergebnisses sei nun beschlossen worden, einen Veräußerungsprozess der US-Marke zu starten, teilte die Adidas AG mit. Reebok werde ab dem ersten Quartal 2021 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

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Adidas hatte Reebok im Jahr 2006 für rund 3,1 Milliarden Euro übernommen, um seine Position gegenüber Weltmarktführer Nike zu stärken. In Zukunft will sich der Konzern aus Herzogenaurach nun aber darauf konzentrieren, die führende Position der Marke Adidas im weltweiten Sportartikelmarkt weiter zu stärken. Weitere Details zur strategischen Ausrichtung bis 2025 will Adidas am 10. März auf einem virtuellen Investoren- und Medientag bekannt geben.

Reebok ist seit Jahren ein Restrukturierungsfall. Bereits Anfang November hatte es Medienberichte gegeben, dass Adidas die US-Tochter nun doch verkaufen wolle. Die hohen Erwartungen, die mit der Übernahme 2006 verbunden waren, konnte das Unternehmen nie erfüllen.

"Die langfristigen Wachstumschancen in unserer Branche sind sehr attraktiv, insbesondere für ikonische Sportmarken", sagt Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted laut der Mitteilung. "Nach sorgfältiger Abwägung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Reebok und Adidas ihr Wachstumspotenzial unabhängig voneinander deutlich besser ausschöpfen können. Wir werden in den kommenden Monaten mit Hochdruck daran arbeiten, eine erfolgreiche Zukunft für die Marke Reebok und das Team dahinter zu gewährleisten."

Quelle: ntv.de, mbo/rts