Wirtschaft

Umsatzeinbruch statt Börsengang Airbnb streicht wegen Krise jede vierte Stelle

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Airbnb zieht aus der Corona-Krise personelle Konsequenzen.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die Corona-Krise trifft auch Ferienwohnungs-Vermittler Airbnb hart. Weil das Geschäft aufgrund von Reisewarnungen massiv einbricht, kündigt das Unternehmen nun knapp 2000 seiner Mitarbeiter. Die Pandemie verhindert außerdem Airbnbs Sprung an die Börse.

Airbnb reagiert mit einem massiven Stellenabbau auf die Belastungen durch die Corona-Krise. Wie der Vermittler von Ferienwohnungen mitteilte, baut er 1.900 Stellen ab, was einem Viertel seiner Belegschaft entspricht. Außerdem kürzt das Unternehmen seine Investitionen in nicht zum Kerngeschäft zählenden Bereichen.

Airbnb geht davon aus, dass die Pandemie sein Geschäft verändert, auch wenn die Menschen wieder auf Reisen gehen. Mitgründer und CEO Brian Chesky informierte die Mitarbeiter in einem Memo über die Kürzungen. Er fügte hinzu, dass die Umsatzprognose für dieses Jahr bei "weniger als der Hälfte" der Erlöse des vergangenen Jahres liege. Die von den Stellenstreichungen betroffenen Mitarbeiter werden am 11. Mai ihren letzten Tag haben.

Das Unternehmen wollte eigentlich dieses Jahr den Schritt an die Börse wagen und Chesky sowie den Investoren Milliarden einbringen. Stattdessen hat die Pandemie die globale Reisetätigkeit zum Erliegen gebracht. Weil das Unternehmen davon ausgeht, in der ersten Jahreshälfte 1 Milliarde Dollar zu verlieren, und die Bewertung in den Keller geht, hat es sich zur Sicherung der Bilanz Rettungskapital besorgt. Airbnb hofft, dass sich der Reisesektor im Laufe des Jahres erholen wird.

"Reisen wird in dieser neuen Zeit anders aussehen, und wir müssen Airbnb entsprechend weiterentwickeln", schrieb Chesky. "Die Menschen werden Optionen haben wollen, die näher an zu Hause sind, sicherer und günstiger".

Quelle: ntv.de, sgu/AFP