Wirtschaft

37.000 Maschinen benötigt Airbus rechnet mit hohem Flugzeug-Bedarf

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Ein Airbus A320neo auf dem Flughafen Toulouse-Blagnac (Archivbild).

(Foto: picture alliance / Guillaume Hor)

Die Luftfahrt boomt. Und Airbus erwartet, dass sich das nicht so schnell ändert. In den nächsten 20 Jahren würden 37.000 neue Flugzeuge benötigt, prognostiziert der Konzern. Das liege vor allem an den Schwellenländern.

Der Flugzeugbauer Airbus rechnet in den nächsten 20 Jahren mit einem weiter steigenden Bedarf an Verkehrsjets. Bis 2037 würden weltweit voraussichtlich 37.390 neue Passagier- und Frachtmaschinen benötigt, teilte das Unternehmen in London mit. Das Verkehrsaufkommen werde bis zum Jahr 2037 jährlich um 4,4 Prozent zunehmen, erklärte Airbus. Die neuen Passagier- und Frachtflugzeuge hätten einen Gesamtwert von 5,8 Billionen Dollar (knapp fünf Billionen Euro).

Als Grund für seine Prognose gibt Airbus den deutlich gestiegenen privaten Konsum in Schwellenländern an. "Höhere verfügbare Einkommen und eine annähernde Verdoppelung der Mittelschicht weltweit werden das Wachstum antreiben", erklärte der Flugzeugbauer. Die Schwellenländer würden dabei mehr als 60 Prozent zum Wirtschaftswachstum beitragen, wobei die Zahl der Reisen pro Kopf in diesen Ländern um den Faktor 2,5 steigen werde.

Von den neuen Flugzeugen bis 2037 werden nach Angaben des europäischen Flugzeugbauers, der weltweit vor allem mit dem US-Konzern Boeing um Marktanteile konkurriert, 26.540 für das Wachstum benötigt. 10.850 Flugzeuge würden weniger effiziente Modelle der älteren Generation ersetzen. Der Anstieg der weltweiten Flotte auf dann 48.000 Flugzeuge werde schließlich zu einem Bedarf an 540.000 neuen Piloten führen.

Der Zuwachs kommt demnach vor allem von den Mittelstreckenjets wie dem Airbus A320neo und der Boeing 737-MAX sowie mittelgroßen Langstreckenjets mit zwei Triebwerken wie dem Airbus A350 und Boeings 787 "Dreamliner".

Bei den größten Typen wie dem Airbus A380 und Boeings Jumbo-Jet 747-8, die als Passagierjets kaum noch gefragt sind, hat der neue Airbus-Verkaufschef Eric Schulz die Aufteilung der Prognose im Vergleich zum Vorjahr verändert. Das Segment umfasst nun Jets ab 350 statt ab 400 Sitzen und damit auch Modelle wie den verlängerten Airbus A350-1000. Etwa 1590 neue Maschinen dieser Größenordnung dürften bis zum Jahr 2037 benötigt werden, schätzt Schulz.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa/AFP

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