Wirtschaft

Magerer Geschäftsbericht Aktienkurs von Weight Watchers stürzt ab

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(Foto: REUTERS)

Das für seine Diätprogramme bekannte US-Unternehmen Weight Watchers wollte sich völlig neu aufstellen. Nach Ablauf des ersten Quartals mit neuem Konzept ist der Ausblick aufs neue Geschäftsjahr trübe. Anleger wenden sich entsetzt ab.

Die für ihre Diätprogramme bekannte US-Firma Weight Watchers International mit dem Talkshow-Star Oprah Winfrey als Galionsfigur hat Anleger mit ihrem jüngsten Geschäftsbericht geschockt. Die Aktie stürzte nach Börsenschluss zeitweise 30 Prozent ab, nachdem das Unternehmen einen schwachen Start ins laufende Jahr eingeräumt und einen trüben Ausblick abgegeben hatte.

Weight Watchers
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Für den Konzern ist das etwas peinlich, da man sich gerade erst mit einer veränderten Markenstrategie einen neuen Anstrich verpasst hatte. Seit vergangenem Herbst will Weight Watchers nur noch WW genannt werden - der neue Name sollte den Wandel zu einem breiter aufgestellten "Wellness"-Anbieter unterstreichen. Statt sich nur aufs Abnehmen zu konzentrieren, wollte man sich gesünderer Ernährung, mehr Bewegung und einer positiven Einstellung insgesamt widmen.

Dieser neue Ansatz war bislang nicht gerade von großem Erfolg gekrönt. Denn im vierten Quartal, also seit die neue PR-Strategie gilt, wurden die Erwartungen enttäuscht. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn schrumpfte verglichen mit dem Vorjahreswert um rund 30 Prozent auf 43,8 Millionen Dollar (38,5 Mio Euro). Die Erlöse legten zwar um knapp sechs Prozent auf 330,4 Millionen Dollar zu, an der Wall Street war aber mit deutlich mehr gerechnet worden.

Vorstandschefin Mindy Grossmann kündigte an, dass TV-Star Oprah Winfrey bei einer kommenden Werbekampagne eine zentrale Rolle spielen werde. Die Talkshow-Moderatorin ist seit 2015 Großaktionärin, hatte ihre Beteiligung aber 2018 reduziert und hielt zuletzt noch acht Prozent. Weight Watchers wurde 1963 in New York gegründet und zählt zu den weltweit bekanntesten Anbietern von Abnehm-Programmen.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP