Wirtschaft

Dior, Moët und Hugo Boss Analysten setzen Luxus-Aktien unter Druck

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Der französische Konzern Christian Dior bietet neben Haute Couture unter anderem auch Schmuck, Uhren und Parfüms an.

(Foto: Reuters)

Champagner, teure Uhren, Haute Couture: Luxusartikel der Hersteller Christian Dior und LVMH werden künftig weniger Gewinn abwerfen als angenommen - sagen Analysten einer US-Investmentbank. Die Aktien der Konzerne geraten daraufhin ins Trudeln.

Eine kritische Einschätzung der Analysten der US-Investmentbank Bank of America Merrill Lynch hat den europäischen Luxusgüter-Sektor belastet. Die strukturellen Veränderungen in der globalen Luxusgüterindustrie dürften zu einer geringeren Gewinnentwicklung bei vielen Herstellern führen, schrieben die Analysten in einer Studie. Das Wachstum werde nur noch moderat sein, die Profitabilität sich daher nicht erholen. Derart gut wie von 2011 bis 2013 werde es der Branche so schnell nicht wieder gehen. Daher senkten die Analysten ihre Gewinnschätzungen für den Sektor, den sie an der Börse für insgesamt überbewertet halten.

Vor allem die Titel der französischen Hersteller gerieten unter die Räder: Christian Dior verloren bis zu fünf Prozent auf 174,85 Euro und LVMH bis zu 3,4 Prozent auf 158 Euro. Die Analysten hatten beide Titel auf "Underperfom" von "Neutral" heruntergestuft.

Sie kassierten zudem die Kaufempfehlungen für Hugo Boss und Hermes und stuften die Titel auf "Neutral". Hermes fielen um bis zu 3,6 Prozent auf 339,50 Euro, die im deutschen MDax gelisteten Hugo Boss verloren bis zu zwei Prozent auf 99,81 Euro.

Lediglich die Aktien des dänischen Schmuckherstellers Pandora stuften die Analysten hoch auf "Buy" von "Neutral" und erhöhten das Kursziel auf 820 von 700 Kronen. Die Titel legten in Kopenhagen bis zu 1,4 Prozent auf 719 Kronen zu. Die Kaufempfehlungen unter anderem für Burberry und die Puma-Mutter Kering bestätigten sie zwar, senkten aber ihre Kursziele. Kering verloren bis zu 1,3 Prozent, Burberry bis zu 1,2 Prozent. Ihre Verkaufsempfehlung für Swatch versahen die Experten mit einem auf 300 von 310 Franken gesenkten Kursziel. Die Titel verloren in Zürich bis zu zwei Prozent auf 365,90 Franken.

Quelle: ntv.de, kst/rts

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