Wirtschaft

Schwächelnde Nachfrage Apple fährt wohl iPhone-Produktion zurück

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Sind die neuen iPhones doch zu teuer?

(Foto: picture alliance/dpa)

Floppen die neuen iPhones? Apples Smartphone-Modelle sind offenbar nicht so gefragt wie vom Konzern prognostiziert. Laut einem Bericht senkt das Unternehmen die iPhone-Bestellungen. Die Anleger reagieren enttäuscht.

Hinweise darauf, dass die neuen iPhone-Modelle weniger populär sind als von Apple erwartet, verdichten sich. Der Konzern habe in den vergangenen Wochen die Produktionsaufträge sowohl für die beiden Top-Modelle iPhone XS und XS Max sowie auch für das etwas günstigere iPhone XR gesenkt, schreibt das "Wall Street Journal". Anleger reagierten enttäuscht auf den Bericht. Die Apple-Aktie gab zeitweise fast 3 Prozent nach.

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Bereits vor zwei Wochen hatte die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" von Orderkürzungen beim iPhone XR berichtet. Solche Informationen aus der Zuliefererkette sind schon in der Vergangenheit immer wieder aufgetaucht - und wurden oft von Apples offiziellen Absatzzahlen widerlegt. Apple machte zwar nie Angaben zum Verkauf einzelner Modelle - aber die Entwicklung beim durchschnittlichen iPhone-Preis gab einen Hinweis auf die Nachfrage nach meist teureren neuen Geräten.

Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft wird es aber anders laufen: Apple wird sich ab jetzt nicht mehr zu den Absatzzahlen äußern, sondern nur Angaben zum Umsatz machen. Damit wird man - ähnlich wie bei Rivalen wie Samsung - auf Schätzungen von Experten angewiesen sein.

Produktionsaufträge um ein Drittel gesenkt

Apple hatte die Analysten bereits bei der Vorstellung aktueller Geschäftszahlen mit der Umsatzprognose für das laufende Weihnachtsgeschäft enttäuscht. Beim iPhone XR habe Apple Ende Oktober den Produktionsauftrag an mehrere Fertiger von ursprünglich rund 70 Millionen Geräten bis Februar 2019 um bis zu einem Drittel gesenkt, schrieb das "Wall Street Journal".

Vergangene Woche habe der Konzern dann Zulieferer über eine weitere Kürzung informiert, hieß es. Apple wies bei ähnlichen Berichten in der Vergangenheit auch darauf hin, dass die Zuliefererkette sehr groß sei und man keine weitreichenden Schlussfolgerungen auf Basis von Informationen aus einigen Teilen davon ziehen dürfe.

Das iPhone XR hat das Design des Top-Modells XS, ist aber 300 Euro günstiger mit einem Preis ab 849 Euro. Es hat dafür nur eine Haupt-Kamera statt zwei wie beim XS und dem größeren XS Max, sowie einen günstigeren LCD-Bildschirm anstelle eines OLED-Displays. Analysten gingen ursprünglich davon aus, dass das Ende Oktober erschienene XR-Modell einen großen Anteil an den iPhone-Verkäufen in diesem Weihnachtsgeschäft haben wird.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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