Wirtschaft

Nächster Rekord in Reichweite Apple ist an der Börse bald drei Billionen wert

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Der Marktwert von Apple hatte im August 2018 die Schwelle von 1 Billion Dollar und im August 2020 die Marke von 2 Billionen Dollar übersprungen.

(Foto: REUTERS)

Unbeeindruckt von den Corona-Sorgen hat die Apple-Aktie allein in diesem Jahr bisher 35 Prozent zugelegt. Der Marktwert des iPhone-Herstellers liegt derzeit bei rund 2,8 Billionen Dollar. Viel fehlt nicht mehr und Apple ist das erste Unternehmen, das die Schallmauer von drei Billionen Dollar durchbricht.

Nach einem jahrzehntelangen Siegeszug als eine der erfolgreichsten Aktien der Welt steht Apple als erstes börsennotiertes Unternehmen kurz davor, einen Marktwert von drei Billionen US-Dollar zu erreichen - das ist größer als der gesamte deutsche Aktienmarkt. Der Marktwert des iPhone-Herstellers liegt derzeit bei 2,881 Billionen Dollar. Um die nächste Schallmauer zu durchbrechen, muss der Apple-Kurs nur noch auf 182,86 Dollar steigen. Momentan stehen die Papiere im vorbörslichen Handel bei 180,51 Dollar.

Das Ziel schien zuletzt am Montag in greifbarer Nähe: Die Papiere des Konzerns stiegen zwischenzeitlich bis auf 182,13 Dollar. Ginge es nach Analysten von J.P. Morgan wäre der Konzern mit einem Kursziel von 210 Dollar sogar noch sehr viel mehr wert. Die US-Bank hatte zu Wochenbeginn das Kursziel für die Apple-Aktien von 180 auf 210 Dollar angehoben.

Anstieg von mehr als 35 Prozent

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Der Marktwert von Apple hatte im August 2018 die Schwelle von 1 Billion Dollar
und im August 2020 die Marke von 2 Billionen Dollar übersprungen. "Das ist eine phänomenale Leistung und unterstreicht die unglaubliche Dominanz der US-Tech-Firmen", zitiert das Finanzportal Bloomberg den leitenden Marktanalyst bei Oanda Craig Erlam. "Und Apple hat noch so viel vor sich, dass man sich fragt, welchen Meilenstein sie als nächstes überschreiten werden und wie groß sie werden können."

Allein in diesem Jahr hat die Apple-Aktie 35 Prozent an Wert gewonnen. Das Unternehmen profitierte besonders von der boomenden Nachfrage nach seinem neuen iPhone 13. Analysten von Wedbushs gehen davon aus, dass der Absatz noch sehr viel höher als bislang angenommen ausfallen könnte. Apple sei trotz des Gegenwinds durch die Chip-Knappheit auf dem besten Weg, in der Urlaubssaison mehr als 40 Millionen iPhones zu verkaufen, prognostiziert Analyst Daniel Ives.

Während sich die Börse auf die Auswirkungen des Chipmangels auf Apple konzentriere, liege die zugrundeliegende Nachfrage nach dem iPhone 13 sowohl im Inland als auch in China deutlich über den Erwartungen der Börse, so der Analyst weiter. Der Nachholbedarf des Unternehmens werde von den Anlegern immer noch unterschätzt, da die Chip-Probleme nur eine vorübergehende Erscheinung sind.

Immun gegen wirtschaftlichen Gegenwind

Aber auch die Abonnementdienste wie Apple Music, Apple TV+, iCloud und der beliebten App Store tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. Dieses Produktportfolio macht das Unternehmen laut Branchenexperten immun gegen den allgemeinen wirtschaftlichen Gegenwind und ist der Hauptgrund, warum Apple sein Wachstumstempo nicht nur in den vergangenen Jahren, sondern auch während der Corona-Pandemie beibehalten konnte.

Außerdem gehen Experten davon aus, dass die Aktienkurse von Apple durch Initiativen beim autonomen Fahren und Augmented Reality Auftrieb erhalten wird. Berichten zufolge will Apple bis 2025 ein selbstfahrendes Auto auf den Markt bringen. Das würde den iPhone-Hersteller zu einem direkten Konkurrenten für etablierte Unternehmen wie Tesla und das Startup Rivian machen.

Seit Ende der 1990er-Jahren hat die Apple-Aktie eine Rendite von satten 22.000 Prozent hingelegt. Das entspricht etwa 28 Prozent pro Jahr. Der S&P 500 hat im gleichen Zeitraum eine jährliche Rendite von 7,5 Prozent erzielt. Ein paar andere Tech-Aktien haben im Vergleich zwar besser abgeschnitten - Nvidia Corp., ein Hersteller von Grafikchips, hat etwa jährlich 31 Prozent zugelegt, während der Streaming-Gigant Netflix Inc. seit seinem Börsengang im Jahr 2002 jährlich 39 Prozent zugelegt hat - aber Apple übertrifft diese beiden Werte in ihrer Größe.

Quelle: ntv.de, jki

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