Wirtschaft

Niedrigster Stand seit elf Jahren Arbeitslosenquote sinkt nach Brexit

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Die Arbeitslosenquote liegt auf dem niedrigsten Stand seit elf Jahren.

(Foto: dpa)

Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien ist nach dem Brexit-Votum leicht zurück gegangen. Experten haben eine schlechtere Entwicklung nach dem Referendum erwartet. Die Prognosen für die nächsten Jahre fallen allerdings weniger gut aus.

In den Monaten nach der Brexit-Abstimmung in Großbritannien ist die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren gefallen. Die nach Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) berechnete Quote sank im Zeitraum Juli bis September auf 4,8 Prozent, wie das Statistikamt ONS meldete.

Demnach waren 1,6 Millionen Menschen in diesem Zeitraum ohne Arbeit - 146.000 weniger als ein Jahr zuvor. 31,8 Millionen Menschen und damit 461.000 mehr als im Vorjahr hatten einen Job. Auch die Gehälter einschließlich Prämien legten zwischen Juli und September zu: Sie fielen den Angaben zufolge um 2,3 Prozent höher aus als im Vorjahreszeitraum.

Der britische Arbeitsmarkt halte seinen Widerstand gegen den Brexit-Schock aufrecht, sagte der Ökonom Ben Brettell von Hargreaves Lansdown. Die Lage entwickle sich besser als nach dem Ausgang des Referendums vom 23. Juni erwartet.

Die niedrige Quote trügt

Zu Beginn des vierten Quartals zeichnete sich jedoch eine Eintrübung der Lage ab: Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung kletterte im Oktober um 9800 und damit so stark wie seit Mai nicht mehr.

Die Briten hatten sich am 23. Juni für einen Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. Viele Fachleute befürchten, dass dies früher oder später auf die Konjunktur durchschlägt und damit auch am Arbeitsmarkt ankommt. Die Bank of England erwartet, dass die Arbeitslosenquote innerhalb von zwei Jahren auf 5,6 Prozent ansteigen wird.

Zur Unsicherheit im Arbeitgeberlager trägt bei, dass noch immer nicht sicher ist, wann der Brexit-Prozess beginnen wird. Premierministerin Theresa May will den Austritt bis spätestens Ende März 2017 beantragen, doch steht noch eine Gerichtsentscheidung über eine mögliche Parlamentsbeteiligung aus. May ließ jüngst Medienberichte dementieren, wonach sie keinen Plan für einen Austritt aus der EU habe.

Quelle: ntv.de, vni/rts/AFP

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