Wirtschaft

Nicht nur Pfizer profitiert Auch Biontech hebt Umsatzprognose an

Eine Arzthelferin steckt eine Nadel in ein Fläschchen mit Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer. Foto: Lennart Preiss/dpa/Symbolbild

Im Gesamtjahr rechnet Biontech mit Covid-19-Impfstoff-Umsätzen zwischen 16 und 17 Milliarden Euro währungsbereinigt.

(Foto: Lennart Preiss/dpa/Symbolbild)

Der Impfstoffhersteller Biontech korrigiert seine Prognose für das Jahr 2021: Anstatt mit bislang 15,9 Milliarden Euro rechnet das Mainzer Unternehmen jetzt mit Verkaufserlösen von bis zu 17 Milliarden - und beschert damit auch der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt einen unerwarteten Geldregen.

Nach seinem Partner Pfizer hebt auch Biontech die Prognose für seinen Umsatz mit dem Covid-19-Impfstoff der beiden Unternehmen erneut an. Für 2021 erwartet Biontech nun Verkaufserlöse mit dem Vakzin von rund 16 bis 17 Milliarden Euro statt von bislang 15,9 Milliarden, wie das Mainzer Biotechunternehmen mitteilte.

Die Prognose basiert auf derzeit unterzeichneten Lieferverträgen über bis zu 2,5 (zuvor rund 2,2) Milliarden Impfdosen in diesem Jahr. Insgesamt peilen Biontech und Pfizer bis Jahresende weiterhin bis zu drei Milliarden Dosen herzustellen. Für das kommende Jahr streben sie eine Produktionskapazität von bis zu vier Milliarden Dosen an.

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Pfizer hatte jüngst seine Umsatzprognose für das Vakzin auf 36 Milliarden Dollar in diesem Jahr angehoben von zuvor 33,5 Milliarden und erwartet weitere 29 Milliarden Umsatz 2022. Biontech fuhr im dritten Quartal dank des Impfstoff-Geschäfts einen Umsatz von insgesamt 6,08 Milliarden Euro ein nach 67,5 Millionen vor Jahresfrist. Der Nettogewinn belief sich auf 3,2 Milliarden nach einem Verlust von 210 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Erfolg beschert derweil der Stadt Mainz ein unverhofftes Milliardenplus - und damit ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten. Anstelle des geplanten Minus von 36 Millionen Euro werde die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt voraussichtlich zum Jahresende einen Überschuss in Höhe von 1,09 Milliarden Euro verzeichnen, kündigte Finanzdezernent Günter Beck (Grüne) in Mainz an.

"Diese Entwicklung ist sensationell." Für 2022 sei ein Plus in Höhe von 490,8 Millionen Euro zu erwarten. Damit könne die Landeshauptstadt ihre Kassenkredite in Höhe von rund 634 Millionen Euro bezahlen und gelte bis Ende nächsten Jahres als schuldenfrei. "Nichts ist wichtiger als die Schulden loszubekommen, damit die Stadt ohne Fesseln laufen kann", sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). "Wir gehen auch in den kommenden Jahren von einem deutlichen Überschuss aus."

"Der Welterfolg von Biontech hat unserer Landeshauptstadt eine Jahrhundertchance eröffnet", sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen (IHK), Peter Hähner. Es gebe Potenzial für rund 5000 neue Arbeitsplätze in den nächsten zehn Jahren, sagte Ebling.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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