Wirtschaft

Reisewarnung aufgehoben Auch Tui erweitert Flugangebot nach Mallorca

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Hunderte Zusatzverbindungen bringen Urlauber an Ostern nach Mallorca.

(Foto: dpa)

Nachdem Mallorca nicht mehr als Corona-Risikogebiet geführt wird, nehmen die Reisebuchungen schlagartig zu. Was deutsche Reisende erfreuen dürfte, löst bei der Bundesregierung und in Spanien jedoch Unbehagen aus.

Trotz Aufrufen aus der Politik, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten, ist die Nachfrage nach Osterurlauben auf Mallorca groß. Der Reisekonzern Tui hat in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben doppelt so viele Mallorca-Buchungen verzeichnet wie im gleichen Zeitraum 2019, vor der Corona-Pandemie. "Wir haben uns daher entschieden, das Angebot für die Osterferien zu verdoppeln und bieten jetzt über 300 Hin- und Rückflüge an", teilte der Geschäftsführer von Tui Deutschland, Marek Andryszak, mit. Die ersten Tuifly-Flüge sollen am 21. März in Hannover, Düsseldorf, Frankfurt und neuerdings Stuttgart abheben. Vom 26. März an steuert Tuifly die Baleareninsel nun auch von München aus an. Der Reiseveranstalter weitet außerdem sein Hotelangebot auf Mallorca aus.

Damit folgt der Reiseanbieter dem Vorstoß der Lufthansa-Tochter Eurowings, die für die Osterferien 300 zusätzliche Flüge auf die Urlaubsinsel anbietet. Dass "bisher knappe" Mallorca-Angebot sei "im Nu ausgebucht" gewesen, teilte das Unternehmen am Wochenende mit.

Deutsche auf Mallorca unerwünscht?

Die Bundesregierung hatte vergangene Woche entschieden, unter anderem Mallorca von der Liste der Corona-Risikogebiete zu streichen und damit auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufzuheben. Mallorca-Reisende müssen aufgrund der neuen Lage nicht mehr in Quarantäne, wenn sie von der Baleareninsel nach Deutschland zurückkehren. Bei der Einreise nach Spanien muss allerdings ein negativer Corona-Test vorliegen.

Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, sagte zur Aktualisierung der Gefährdungslage: "Das Fehlen einer Reisewarnung ist keine Einladung zum Reisen." Die Entscheidung müsse aber jeder für sich treffen.

Unterdessen regt sich auch in Spanien Kritik an den Urlaubern. So schreibt etwa die "Mallorca Zeitung": "Osterferien auf Mallorca: für Deutsche Ja, für Spanier Nein". Das Blatt "Última Hora" sprach von "Willkür". Die Zeitung "ABC" titelte am Wochenende: "Spanien wird zu Ostern ein Bunker für die Spanier und eine Oase für die Touristen aus dem Ausland sein".

Quelle: ntv.de, dkr/dpa

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