Wirtschaft

Wilde Facebook-Hauptversammlung Aufstand gegen Zuckerberg scheitert

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Zuckerberg kontrolliert das Unternehmen dank seiner Aktien mit mehr Stimmrechten - so haben Kritiker kaum eine Chance.

(Foto: imago/IP3press)

Die Hauptversammlung von Facebook läuft nicht so glatt ab, wie es sich Unternehmensgründer Zuckerberg erhofft haben dürfte. Er muss sich scharfe Kritik gefallen lassen, ein Aufstand scheitert aber.

Die Nachwehen des Facebook-Datenskandals haben in diesem Jahr für eine turbulentere Hauptversammlung des weltgrößten Online-Netzwerks gesorgt. Eine Frau musste den Saal verlassen, weil sie in Zwischenrufen verlangte, Gründer und Chef Mark Zuckerberg die Wiederwahl in den Verwaltungsrat zu verweigern.

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Ein weiterer Aktionär forderte, die Aktien mit mehr Stimmrechten abzuschaffen, die Zuckerberg die Kontrolle über das Unternehmen sichern. Mit dem aktuellen Kräfteverhältnis drohe Facebook, zu einer "unternehmerischen Diktatur" zu werden, warnte er.

Es gab auch direkte Kritik am Abfluss von Informationen von Millionen Facebook-Nutzern an die Firma Cambridge Analytica, der den aktuellen Datenskandal ausgelöst hatte. Eine Vertreterin des Investors NorthStar Asset Management sagte, damit seien Menschenrechte verletzt worden.

Aktionäre forderten unter anderem die Einrichtung eines Gremiums zur Einschätzung von Risiken sowie ausführlichere Berichte über Steuerzahlungen in einzelnen Ländern und über die Schere bei der Bezahlung von Männern und Frauen. Die Vorschläge wurden abgelehnt - wenig überraschend, da Zuckerberg die Mehrheit der Stimmrechte kontrolliert.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa