Wirtschaft

75.000 Fahrzeuge fehlen Autovermieter erwarten kräftigen Preisanstieg

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Fehlender Nachschub: Autovermieter bekommen derzeit etwa 25 Prozent weniger Autos, als sie bräuchten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bereits jetzt sind Mietwagen deutlich teurer als in den Vorjahren. Doch die Preise werden wohl nochmals kräftig steigen. Die Hersteller lieferten viel zu wenige Fahrzeuge, klagt der Chef des Branchenverbands. Zudem würden andere Kunden bei der Auslieferung bevorzugt.

Wer einen Mietwagen braucht, muss sich im kommenden Jahr auf höhere Kosten einstellen. "Wir gehen davon aus, dass die Preise im nächsten Jahr erneut deutlich steigen", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Autovermieter Deutschlands, Jens Erik Hilgerloh, der Fachzeitung "Automobilwoche". "Es ist schon jetzt absehbar, dass zu wenige Vermietfahrzeuge auf dem Markt sind", sagte er zur Begründung. "Steigt die Nachfrage weiter, verschlechtern sich die Konditionen."

Zum Ausmaß der Erhöhungen sagte Hilgerloh, er gehe davon aus, dass die Preise "nochmals massiv" steigen. "Aber es wird in Deutschland nicht wie in der Urlaubsregion Mallorca sein, wo sich die Preise im laufenden Jahr zum Teil vervielfacht haben."

Schuld an der Lage seien der Chipmangel und die Lieferschwierigkeiten der großen Autohersteller. "Sie liefern uns etwa 20 bis 25 Prozent weniger Fahrzeuge, als die Branche eigentlich brauchen würde", beklagte Hilgerloh. "Uns werden rund 75.000 Fahrzeuge in Deutschland fehlen."

Hilgerloh, der zugleich auch Vorstandsvorsitzender der Starcar Europa Service Group AG ist, sieht seine Branche von den Autobauern benachteiligt. "Die Hersteller bedienen vornehmlich das Privatkundengeschäft, da es sich aus ihrer Sicht zunächst lukrativer darstellt. Das trifft vor allem Vermieter und jegliche Mobilitätsanbieter, Großkunden und Flottenbetreiber", sagte er der Automobilwoche.

Quelle: ntv.de, mbo/AFP

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