Wirtschaft

Vor allem Verwaltung betroffen BASF will Stellen abbauen

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Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands des Chemiekonzerns BASF, sitzt bei der Hauptversammlung des Chemiekonzerns BASF auf dem Podium.

(Foto: picture alliance/dpa)

Erneut gibt BASF bekannt, Stellen abbauen zu wollen. Die Kürzungen sind noch für dieses Jahr geplant. Wie viele genau, ist aber noch nicht absehbar. In zwei spezifischen Bereichen möchte der Konzern dafür aufstocken.

Der Chemiekonzern BASF rechnet im laufenden Jahr mit einem Stellenabbau. Er gehe davon aus, dass der Personalstand zum Jahresende unter dem Vorjahresniveau liegen werde, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Konzern werde auf der einen Seite gezielt neue Mitarbeiter für die Produktion und Digitalisierung einstellen. Zugleich würden Stellen in der Verwaltung zurückgehen.

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"Letztlich", so Brudermüller, "gibt unser Wachstum die konkrete Stellenentwicklung vor". Wenn die Verhandlungen über die beiden verbliebenen Verkaufskandidaten - Pigemente und Bauchemie - abgeschossen seien, wolle BASF sich auf die eigenen Stärken konzentrieren, organisch wachsen und nur "bei Gelegenheit" zukaufen. Klimaschutz, für Brudermüller das bestimmende Thema der Zeit, müsse mit Wettbewerbsfähigkeit verbunden werden. BASF erforsche deshalb die Möglichkeiten einer Elektrifizierung der Produktion. "Wir schaffen damit Technologien, die andere nicht haben."

Zugleich fordert Brudermüller von der Politik, ihren Beitrag zu leisten, ausreichend erneuerbare Energie zur Verfügung zu stellen und CO2 einen für die Industrie langfristig planbaren Preis zu geben. Die energieintensive Industrie sei von den Veränderungen nicht nur am meisten betroffen, "wir können auch den größten Beitrag zum Klimaschutz leisten", sagte Brudermüller.

Erst vor Kurzem war bekannt geworden, dass der Konzern mit Stellenabbau im Lackgeschäft auf die schwächelnde weltweite Automobilproduktion reagieren wird: Bis Ende 2021 sollen am Standort Münster durch natürliche Fluktuation und ein Freiwilligenprogramm bis zu 200 Stellen abgebaut werden.

Quelle: n-tv.de, agr/DJ

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