Wirtschaft

Das Drama geht weiter BER öffnet wohl nicht vor Herbst 2019

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Stillstandskosten von mehr als 13 Millionen Euro pro Monat.

(Foto: dpa)

In diesem Jahr soll ein definitiver Termin zur BER-Inbetriebnahme genannt werden. Nun geistert das Jahr 2019 herum, doch auch das ist nicht gesichert. Die weitere Verzögerung kostet rund 400 Millionen Euro - Geld, das nicht einkalkuliert ist.

Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER verzögert sich einem Zeitungsbericht zufolge um ein weiteres Jahr. Der "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf interne Dokumente, dass die Verantwortlichen inzwischen von einer Eröffnung im Herbst 2019 ausgingen. Allerdings gelte auch dieser Termin wegen der zahlreichen Probleme am BER keinesfalls als gesichert.

Wie die Zeitung weiter berichtete, stellt die Verzögerung um mindestens ein zusätzliches Jahr die Finanzplanung der Flughafengesellschaft FBB vor Probleme. Die Verschiebung verursache Zusatzkosten von mindestens 405 Millionen Euro, die bislang nicht einkalkuliert gewesen seien.

Die Länder Berlin und Brandenburg hätten weitere Haushaltsmittel ausgeschlossen, so das Blatt. BER-Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup will bis Ende dieses Jahres einen definitiven Termin zur Inbetriebnahme nennen.

Der Start des BER ist seit dem kurzfristig geplatzten Termin im Sommer 2012 immer wieder verschoben worden. Als Ursachen gelten technische Probleme, Fehlplanungen sowie Pfusch am Bau. Für den Bau des Flughafens wurden dem "Tagesspiegel" zufolge bislang 6,6 Milliarden Euro bewilligt.

Die FBB schreibt wegen des BER-Desasters tiefrote Zahlen. Aber diese Finanzierung war noch auf einen BER-Start in diesem Jahr durchgerechnet. Nun reicht das Geld "voraussichtlich" bis Mitte 2018, wie dem Aufsichtsrat im Frühjahr mitgeteilt wurde. Für jeden Monat, den der BER nicht eröffnet, fallen nach FBB-Angaben Stillstandskosten von 13,2 Millionen Euro an.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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