Wirtschaft

Brandgefahr im CockpitBMW ruft Hunderttausende Autos zurück

27.02.2026, 20:07 Uhr
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Auch das BMW-Modell M5 ist vom Rückruf betroffen. (Foto: IMAGO/Sven Simon)

Innerhalb weniger Monate erfolgt der bereits dritte Rückruf bei BMW. Erneut sind auch in Deutschland zigtausende Fahrzeuge betroffen. Im schlimmsten Fall kann ein Kurzschluss zu einem Brand führen.

BMW ruft erneut weltweit Hunderttausende Fahrzeuge wegen möglicher Brandgefahr zurück. Das geht aus einem in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) veröffentlichten Rückruf hervor, den der Autobauer aus München bestätigt. Betroffen seien die Modelle i5, 7er, M5, 5er und i7 aus dem Produktionszeitraum vom 9. Juni 2022 bis 5. Dezember 2025.

Weltweit sind 337.374 Fahrzeuge potenziell betroffen, deutschlandweit sind es 29.441 Fahrzeuge, wie das KBA mitteilte. Demnach könne die mangelhafte Verlegung des Cockpit-Kabelbaumes "beim Ersatz des Mikrofilters zu Beschädigungen an Kabeln und damit zu einem Kurzschluss mit Rauchentwicklung und Brandfolge führen". Als Maßnahme werde die Verlegung des Cockpit-Kabelbaumes geprüft und gegebenenfalls nachgebessert.

"Im Zusammenhang mit diesem Fehlerbild ist kein Unfall bekannt", teilte ein BMW-Sprecher mit. Sollte das Fahrzeug bereits einen Ölservice und somit einen Mikrofilterwechsel erhalten haben, sei eine umgehende Prüfung und eine eventuelle Nacharbeit der Kabel notwendig. Sollte noch kein Ölservice und somit kein Mikrofilterwechsel durchgeführt worden sein, bestehe kein unmittelbarer Handlungsbedarf, eine Nacharbeit beim ersten Ölservice sei ausreichend, sagte der Sprecher. Schon im vergangenen Herbst hatte BMW Hunderttausende Autos zurückgerufen, weil es auch hier durch ein Starterproblem im schlimmsten Fall zu Bränden kommen konnte.

Anfang Februar rief BMW ebenfalls weltweit Fahrzeuge aus mehreren Modellreihen zurück. In Deutschland sind 28.582 Fahrzeuge betroffen. Laut BMW wurde bei Produktkontrollen festgestellt, dass nach einer hohen Anzahl von Starts erhöhter Verschleiß im Magnetschalter auftreten könne. Dadurch könne das Auto schlechter, unter Umständen auch gar nicht mehr gestartet werden. Zudem sei ein Kurzschluss nicht auszuschließen, durch den es zu einer lokalen Überhitzung am Starter kommen könne. Auch hier könne es im "ungünstigen Fall" zu einem Brand kommen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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