Wirtschaft

Neue Achsen, weniger Wartung Bahn schraubt am ICE

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Ein ICE 3 im Instandhaltungswerk Griesheim: Robustere Achsen versprechen weniger Zugausfälle.

(Foto: dapd)

Mit neuen Bauteilen im stark belasteten Fahrwerk der Fernzugflotte will sich die Deutsche Bahn mehr Spielraum in der Einsatzplanung verschaffen. Schon im ab Herbst sollen die ersten ICE-3 mit nagelneuen Radsatzwellen auf die Strecke rollen.

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"In konstruktiven Gesprächen mit dem Eisenbahn-Bundesamt."

(Foto: dapd)

Die will spätestens im September damit beginnen, die Achsen ihrer Fernzüge vom Typ ICE-3 auszuwechseln. Die Neukonstruktion muss seltener auf Haarrisse überprüft werden als die bisher verwendeten Bauteile.

Nach dem Austausch rechnet die Bahn mit einer Erweiterung der Fahrzeugreserven. Technikvorstand Volker Kefer sagte dem Magazin "Wirtschaftswoche", derzeit befinde sich die Bahn "in konstruktiven Gesprächen mit dem Eisenbahn-Bundesamt".

Die Aufsichtsbehörde muss dem Einbau der neuen Achsen noch zustimmen. Die Zulassung steht noch aus. Die Bahn hatte die Freigabe eigentlich bereits für Herbst 2011 erhofft. Die Prüfung durch die Aufseher hatte sich immer weiter verzögert.

Tragende Rolle

Insgesamt geht es um 1200 sogenannte Radsatzwellen an 63 ICE-Zügen der dritten Generation. Seit einem nahe des Kölner Hauptbahnhofs werden die sicherheitsrelevanten Bauteile der Hochgeschwindigkeitszüge häufiger per Ultraschall kontrolliert. Derzeit müssen die Züge jeweils nach 30.000 Kilometer .

Die Folgen spürt die Bahn nicht nur bei der Einsatzplanung: Die verengten Prüf-Intervalle verringern die Einsatzzeit der Züge, die Wirtschaftlichkeit sinkt.

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen 10 Züge umgerüstet sein, die dann nur noch alle 240.000 Kilometer zur Kontrolle müssen. Das entspricht recht genau dem sechsfachen Erdumfang. Der letzte ICE 3 erhält laut Plan im Frühjahr 2015 neue Achsen.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

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