Wirtschaft

Wertvoller als US-Autobauer Banken schätzen neuen Börsenwert von Uber

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Uber könnte schon im nächsten Jahr an die Börse gehen.

(Foto: imago/Aton Chile)

Die beiden größten US-Banken wollen den Börsengang von Fahrdienstleister Uber laut einem Bericht begleiten. Wenige Monate nach ersten Schätzungen soll sich der Wert des Unternehmens deutlich erhöht haben - und den großer US-Autobauer übersteigen.

Der Börsengang des Taxi-Konkurrenten Uber nimmt Gestalt an. Die Banken, die die besten Chancen auf die Begleitung der Emission haben, veranschlagten den Börsenwert des Fahrdienstes auf 120 Milliarden Dollar, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Bewertungsgutachten hätten Goldman Sachs und Morgan Stanley nach Angaben des Blatts bereits im September vorgelegt. Das deute darauf hin, dass der Börsengang schon Anfang des Jahres stattfinden könnte.

Börsenkandidaten heuern die begleitenden Investmentbanken in der Regel ein halbes Jahr vorher an. Bisher hat sich Uber nur auf einen Börsengang im nächsten Jahr festgelegt. Das Unternehmen wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im September berichtet, dass Goldman Sachs und Morgan Stanley im Rennen um die begehrten Mandate die Nase vorn haben.

Beim 500 Millionen Dollar schweren Einstieg des japanischen Autobauers Toyota im August war Uber noch mit 76 Milliarden Dollar bewertet worden. Die von der Zeitung genannten 120 Milliarden Dollar wären mehr als die drei großen US-Autobauer GM, Ford und Fiat Chrysler zusammen an der Börse wert sind, wie das "Wall Street Journal" errechnete.

Uber-Rivale Lyft soll seinen Börsengang laut dem Blatt für MItte 2019 einkalkuliert haben. JPMorgan Chase, Credit Suisse und Jefferies seien als wichtigste Partner verpflichtet worden, mehrere andere Banken würden kleinere Aufgaben übernehmen. Der Börsengang wäre ein aufwendiges Großprojekt: Lyft dürfte mit mehr als 15,1 Milliarden Dollar (13,0 Milliarden Euro) bewertet werden.

Quelle: n-tv.de, mba/rts

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