Wirtschaft

Fehlende Helfer durch Corona Bauern ernten ein Drittel weniger Spargel

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Die Spargelernte fiel in diesem Jahr verhältnismäßig schlecht aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen der Corona-Krise kommen im April und Mai nur vergleichsweise wenige Saisonarbeiter nach Deutschland. Das macht sich vor allem bei der Spargelernte bemerkbar. Nun zieht der Deutsche Bauernverband ein ernüchterndes Fazit - und blickt dennoch optimistisch auf die Getreideernte.

Die Spargelernte in diesem Jahr ist wegen der Corona-Krise um fast ein Drittel geringer ausgefallen als im Vorjahr. Grund seien fehlende Erntehelfer und der zeitweise Ausfall der Gastronomie, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Wegen der Corona-Pandemie durften im April und Mai insgesamt höchstens 80.000 ausländische Saisonarbeitskräfte nach Deutschland einreisen - laut Landwirtschaftsministerium kamen aber nur rund 39.000 Arbeiter, unter anderem wegen der massiven Beschränkungen auf dem Luftweg.

Der Bereich Obst und Gemüse sei wie kein anderer auf den Einsatz von Saisonarbeitskräften angewiesen, erklärte der Bauernverband. Auf den Getreidefeldern dagegen sind die großen Maschinen im Einsatz. Hier erwarten die Landwirte laut DBV eine nur leicht unterdurchschnittliche Ernte von rund 43 Millionen Tonnen. Das wären vier Prozent weniger als die Vorjahresernte. Die Niederschläge der vergangenen Wochen hätten hier "eine gewisse Entspannung" gebracht.

Für die aktuell anstehende Getreideernte hoffen die Bauern auf beständiges sommerliches Wetter. Für eine gute Ernte von Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben im Herbst dagegen muss es noch ausreichend regnen. Auch für die tierhaltenden Betriebe sei eine ausreichende Wasserversorgung existenziell, damit sie eine gute Futterernte einfahren könnten. Nach zwei viel zu trockenen Jahren gebe es in den Betrieben keine Futterreserven mehr.

Quelle: ntv.de, agr/dpa