Wirtschaft

Dauerbaustelle braucht mehr Geld Beim BER klafft wohl eine Milliarden-Lücke

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Derzeit ist eine Eröffnung achteinhalb Jahre nach der kurzfristig abgesagten Inbetriebnahme im Sommer 2012 geplant.

(Foto: picture alliance / Bernd Settnik)

Vor dem Herbst 2020 wird es nichts mit dem neuen Hauptstadtflughafen BER. Die abermalige Verzögerung der Eröffnung verursacht beim Chaos-Bau neue Kosten: Rund eine Milliarde Euro fehlt einem Bericht zufolge. Wo das Geld herkommen soll, ist unklar.

Für die Inbetriebnahme und den Ausbau des Hauptstadtflughafens BER fehlen der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg einem Bericht zufolge bis zu eine Milliarde Euro. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, teilte die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat bereits vor Weihnachten einen entsprechenden Finanzbedarf mit. Demnach belaufen sich allein die Kosten für den Baustellenbetrieb und die Einnahmeausfälle auf rund 25 Millionen Euro pro Monat.

Bis zur geplanten Eröffnung im Oktober 2020 fehlen demnach allein dadurch rund 750 Millionen Euro. Zudem benötige der Flughafen weitere Millionen für neue Aufträge zur Fertigstellung und zum beschleunigten Ausbau. Maximal 400 Millionen Euro könne die Gesellschaft durch Kredite alleine stemmen, berichtete die Zeitung aus Gesellschafterkreisen.

Die Gesellschafter - Berlin, Brandenburg sowie der Bund - seien sich uneinig, wie die Flughafengesellschaft den restlichen Bedarf finanzieren solle. Während Berlin einen privaten Investor ablehne, möchte Brandenburg eine weitere Belastung für den Steuerzahler vermeiden, berichtete die Zeitung weiter. Über die Finanzierung soll einem Sprecher zufolge bei einer Aufsichtsratssitzung im März entschieden werden.

Quelle: n-tv.de, shu/AFP

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