Wirtschaft

Ex-Rennfahrer mischt mit Benko will Karstadt behalten

Karstadt soll im Besitz von Renè Benkos Signa bleiben, heißt es. Nun beteiligt sich auch noch Niki Lauda an der Signa-Handelssparte Retail GmbH. Benko könne nun "beweisen, was er kann", sagt der ehemalige Formel-1-Weltmeister.

Der österreichische Karstadt-Eigentümer Signa will nach den Worten eines Sprechers auf jeden Fall an der deutschen Warenhauskette festhalten. Die Interpretation einer Zeitung, dass Signa einen Weiterverkauf von Karstadt nicht ausschließe, sei falsch, sagte der Sprecher.

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"Ich bin überzeugt, dass Benko Karstadt drehen kann."

(Foto: picture alliance / dpa)

Die österreichische Zeitung "Wirtschaftsblatt" hatte berichtet, bei einem besonders guten Angebot würde Signa-Besitzer René Benko "wahrscheinlich" über einen Verkauf nachdenken. "Letztlich hat alles seinen Preis", war Signa-Chef Christoph Stadlhuber von der Zeitung zitiert worden. Der Firmensprecher betonte dagegen, Signa habe nicht vor, Karstadt zu verkaufen.

Benko hatte mit seinem Immobilienunternehmen Signa im vergangenen Jahr die Karstadt-Warenhäuser übernommen. Der österreichische Investor wollte danach auch den Konkurrenten Kaufhof übernehmen und damit die Idee einer deutschen Warenhaus AG wieder aufleben lassen. Dieser Plan scheiterte jedoch - den Zuschlag für die Metro-Tochter Kaufhof erhielt für 2,825 Milliarden Euro die kanadische Gruppe Hudson's Bay.

Die Signa-Handelssparte sehe sich nun nach anderen Zukaufsgelegenheiten um, sagte Stadlhuber der Zeitung: "Es ist noch nichts spruchreif, aber wir sondieren den Markt". Bei Karstadt befinde man sich "mitten im Restrukturierungs- und Modernisierungsprozess", so Stadlhuber.

Lauda optimistisch

Für die Sanierung der Warenhäuser holt sich Benko Schützenhilfe von Ex-Rennfahrer und Airline-Gründer Niki Lauda. Dieser beteilige sich über seine Privatstiftung mit zehn Prozent an der Signa-Handelssparte Retail GmbH und mit einem Prozent an der Signa Prime Selection, berichtete das Blatt. "Ich bin überzeugt, dass Benko Karstadt drehen kann. Da kann er beweisen, was er kann", sagte Lauda dem "Wirtschaftsblatt".

Zudem zieht Lauda in den Beirat des Handelsgeschäfts ein. "Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, vor allem mit dem Airline-Geschäft, das nicht einfach ist", sagte Lauda. Zum Einstiegspreis wollte er keine Angaben machen.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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