Wirtschaft

Lahmender Verkauf Bericht: DFB-Trikot ist bislang Ladenhüter

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Beten mag helfen - ein langes Turnier wäre noch besser: Der Trikot-Absatz könnte besser laufen.

(Foto: imago/Schüler)

Nach dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren reißen sich die deutschen Anhänger um DFB-Trikots. Auf eine lange Turnierteilnahme hofft der Einzelhandel auch bei der anstehenden EM. Denn bislang lahmt die Nachfrage.

So langsam steigt die Anspannung - am Freitag beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Am Sonntag wird dann auch die deutsche Mannschaft ins Turnier eingreifen. Doch bei den Fans der Mannen um Bundestrainer Joachim Löw und Kapitän Bastian Schweinsteiger ist die Vorfreude noch verhalten. Dies gilt zumindest dann, wenn es nach dem Einzelhandel geht und hierbei besonders um die Trikotnachfrage. Denn wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, lahmt der Leibchen-Absatz. Das gehe sogar so weit, dass es die Spieler-Hemdchen inzwischen zu reduzierten Preisen feilgeboten würden - und zwar mit Abschlägen von bis zu einem Drittel.

"Wir sehen gerade, dass der Einzelhandel in Panik gerät" zitiert das Blatt PR-Experten Peter Rohlmann. Dies setze eine Preislawine in Gang. Möglicherweise habe die Branche schlicht die Nachfrage überschätzt. Hintergrund ist das Sommermärchen mit dem Gewinn des WM-Titels vor zwei Jahren. Damals schlug Ausrüster Adidas mehr als drei Millionen Trikots mit dem vierten Stern los. Die Hersteller fuhren Sonderschichten. Laut der Zeitung sind bislang bei keiner EM aber mehr als eine Million Trikots mit dem DFB-Logo abgesetzt worden. Nun ruhen die Hoffnungen auf einer möglichst langen Turnier-Teilnahme der Deutschen.

Vielleicht trägt zur Zurückhaltung aber auch der Preis bei. Wie die Zeitung berichtet, hat sich das günstigere sogenannte Replica-Trikot seit der EM 2004 um gut ein Drittel verteuert. Der Preis der Kinder-Variante habe sogar um mehr als 40 Prozent zugelegt.

Quelle: n-tv.de, jwu

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