Wirtschaft

Fortschritt bei Corona-Vakzine Biontech: 1,3 Milliarden Impfdosen möglich

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Mehr als 11.000 Probanden wurde bereits testweise der Biontech-Impfstoff gegeben.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Biontech macht bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs weiter Fortschritte. Eine erste Studie weist auf das Potenzial des Impfstoffs BNT162b2 hin. Die nächste Phase mit bis zu 30.000 Testpersonen läuft bereits. Wenn alles gut geht, könnte schon bald die Großproduktion starten.

Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech plant bei positiven Studienergebnissen weiterhin schon im Oktober einen Zulassungsantrag für seinen Corona-Impfstoff. Bei einer Zulassung könnten Biontech und sein Partner Pfizer bis Ende 2020 weltweit bis zu 100 Millionen Impfstoffdosen sowie potenziell rund 1,3 Milliarden Impfstoffdosen bis Ende 2021 bereitstellen, bekräftigte das Unternehmen.

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Die jüngsten Daten aus der Phase-1-Studie mit dem Impfstoff BNT162b2 unterstützen dessen Auswahl für die im Juli gestartete Zulassungsstudie mit bis zu 30.000 Teilnehmern. "Insbesondere das vorteilhafte Sicherheitsprofil von BNT162b2 sowie die bereits bekannt gegebene breite T-Zell-Immunantwort haben unsere Entscheidung unterstützt, diesen Kandidaten für die zulassungsrelevante Phase-2/3-Studie auszuwählen", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin.

Bislang seien mehr als 11.000 Probanden geimpft worden und würden bald die zweite Impfung erhalten, darunter in Regionen mit einem"signifikanten" Übertragungsrisiko für das Coronavirus. Weltweit gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gegenwärtig 169 Corona-Impfstoffprojekte, davon befinden sich 30 in der klinischen Erprobung an Menschen, acht davon in der entscheidenden abschließenden Phase-3-Studie, die für eine Zulassung ausschlaggebend ist.

Quelle: ntv.de, jsc/rts