Wirtschaft

Erstmals über 35.000 US-Dollar Bitcoin pulverisiert den eigenen Rekordwert

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Der Bitcoin könnte in diesem Jahr noch deutlich weiter steigen, glauben Analysten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Bitcoin legt immer weiter zu: Nach einem ganz kurzen Durchatmen klettert die Digitalwährung auf einen neuen Rekordwert. Analysten sind überzeugt, dass das Ende des Steigfluges noch lange nicht erreicht ist. Weitere spektakuläre Zuwächse scheinen möglich. Es gibt aber auch warnende Stimmen.

Die Digitalwährung Bitcoin setzt ihren von heftigen Kursschwankungen begleiteten Höhenflug fort. Am Mittwoch stieg der Wert einer Einheit erstmals auf mehr als 35.000 US-Dollar. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurde ein Höchststand von 35.879 Dollar markiert. Damit wurde das jüngste Rekordhoch vom Montag klar übertroffen.

Der Kurs der nach Marktanteilen mit Abstand größten Kryptowährung steigt schon seit einiger Zeit auf immer neue Rekordwerte. Auf Jahressicht hat sich sein Kurs mehr als vervierfacht. Im vergangenen Jahr gehörte die vor gut einer Dekade erfundene Digitalwährung zu den Anlagen mit den weltweit größten Kurszuwächsen. Die Meinungen zum Bitcoin gehen nach wie vor stark auseinander.

Anhänger sehen in Digitalwährungen wie Bitcoin nicht nur zukunftsweisende Technologien, sondern nutzen die Internetwährungen auch als Spekulationsobjekt und vermehrt als Absicherung gegen Kursschwankungen anderer Finanzanlagen. Kritiker sehen hingegen eine Finanzblase und monieren unter anderem die teils extremen Kursschwankungen beim Bitcoin und bei anderen Kryptowährungen. Gewinnmitnahmen bereiteten der Bitcoin-Rally zuletzt vorerst ein Ende: An der Börse Bitstamp fiel der Kurs am Montag zeitweise um fast neun Prozent auf 30.261 Dollar. Ein kurzes Durchatmen auf dem Weg zu neuen Kurshöhen.

Bitcoin ist eine Internet-Währung, deren Kurs allein von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Neue digitale Münzen werden dadurch geschaffen, dass Nutzer Rechenkapazitäten für die Verschlüsselung von Transaktionen zur Verfügung stellen und dafür in Bitcoin entlohnt werden. Dabei wird in regelmäßigen Abständen die Menge der in einem bestimmten Zeitraum ausgegebenen Bitcoin automatisch halbiert, um Inflation zu verhindern. Das bislang letzte "Halving" war im Mai 2020. Maximal können 21 Millionen Bitcoin geschaffen werden, derzeit gibt es 18,5 Millionen.

Für den jüngsten Aufwärtsschub sorgte auch die Entscheidung des Bezahldienstes Paypal, sich für den Handel mit Kryptowährungen zu öffnen. Das Unternehmen kündigte an, ab Anfang 2021 werde es auch möglich sein, mit digitalem Geld zu zahlen. Für dieses Jahr hält die Großbank JP Morgan es für durchaus möglich, dass der Bitcoin-Kurs in den Bereich zwischen 50.000 und 100.000 Dollar klettern kann. Doch sollte dies passieren, wäre dieses Niveau nicht nachhaltig, so die Analysten.

Quelle: ntv.de, ter/dpa