Wirtschaft
Kim Kardashian
Kim Kardashian(Foto: REUTERS)
Freitag, 01. Dezember 2017

Auch Helene Fischer überflügelt: Bitcoin schlägt die Kardashians

Von Jan Gänger

Bildet sich bei Bitcoin eine gewaltige Spekulationsblase? Dafür spricht, dass die Cyberwährung mittlerweile auf mehr Interesse stößt als die Kardashians und Helene Fischer.

Es ist wahrlich nicht einfach, sich in Sachen Aufmerksamkeit gegen die geballte Familienpower der Kardashians oder gegen Helene Fischer durchzusetzen. Umso bemerkenswerter, dass Bitcoin das gelungen ist. Die Kryptowährung stößt weltweit derzeit auf mehr Interesse als der Reality-TV-Clan und lässt in Deutschland sogar den überaus beliebten Schlager-Star hinter sich.

Geschafft hat Bitcoin das, indem der Kurs seit Jahresbeginn rund 1000 Prozent gestiegen ist. Das sorgt für viel Gesprächsstoff und immer lautere Warnungen vor einer gewaltigen Spekulationsblase. Und weil offenbar immer mehr Menschen Geld in Bitcoin stecken, nimmt bei Google die Suche danach zu. "Google Trends" zeigt, dass weltweit nach "Bitcoin" weit häufiger gesucht wird als nach "Kardashian".

(Foto: Google Trends)

 

Und in Deutschland schlägt die Kryptowährung "Helene Fischer" nach einer fulminanten Aufholjagd locker.

(Foto: Google Trends)

 

Zur Einordnung: Kim Kardashian wurde vor rund zehn Jahren bekannt, als gegen ihren Willen ein privates Sex-Video veröffentlicht wurde, das sie mit dem Rapper Ray zeigt. Sie klagte vor Gericht und erhielt dem Vernehmen nach fünf Millionen Euro. Kurz darauf startete sie die Reality-Soap "Keeping up with the Kardashians", die von Kim und vielen Familienmitgliedern handelt. Davon gibt es inzwischen 14 Staffeln. Mittlerweile sind die Kardashians eine Multi-Millionen-Dollar-Unternehmung, die über soziale Medien durch einen schier endlosen Strom von Drama und Fotos weltweit für jede Menge Aufmerksamkeit sorgt. Und Bitcoin ist es tatsächlich gelungen, all das in den Schatten zu stellen.

Was das heißt? Das Ausmaß der Suchanfragen nach der Kryptowährung spricht dafür, dass sich bei Bitcoin eine Spekulationsblase bildet. Isabelle Mateos y Lago, die als Strategin für den Vermögensverwalter Blackrock arbeitet, weist in diesem Zusammenhang auf eine anschauliche Grafik hin: Demnach reicht lediglich die Tulpenmanie aus dem 17. Jahrhundert an die Bitcoin-Entwicklung heran.

Grafik

Eines haben die Kardashians und Bitcoin jedenfalls gemeinsam: Auch die Cyberwährung kann jede Menge Drama produzieren. Am Mittwoch erreichte der Kurs fast 11.400 Dollar, bevor er plötzlich auf 9500 Dollar abstürzte und sich dann flugs wieder erholte.

Quelle: n-tv.de